Disco-Schießerei: Herkunft der Tatwaffe geklärt

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Disco «Grey»
Polizeiabsperrband vor dem Eingang der Disco «Grey» in Konstanz. (Foto: Christoph Schmidt/Archiv / DPA)
Schwäbische Zeitung

Mehr als ein Dreivierteljahr nach der tödlichen Schießerei im Konstanzer Nachtclub „Grey“ hat die Polizei nun geklärt, auf welchem Wege sich der Täter die Waffe besorgt hat.

Einer am Mittwoch versandten Pressemitteilung zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen insgesamt gegen drei Personen, die an der Beschaffung des M16-Sturmgewehres beteiligt gewesen sein sollen. Damit hatte ein 34 Jahre alter Iraker am 30. Juli vergangenen Jahres vor und in der Konstanzer Diskothek "Grey" um sich geschossen und einen Türsteher getötet. Der Täter selbst war von Polizisten tödlich getroffen worden.

Den Ermittlungen der Staatsanwaltschaften Konstanz und Kreuzlingen zufolge sei das Sturmgewehr in Kreuzlingen von einem 30-jährigen Österreicher an den späteren Täter verkauft worden. Der Verkauf der Waffe habe auf Vermittlung eines ebenfalls in Kreuzlingen wohnhaften 34-jährigen deutschen Staatsangehörigen stattgefunden, hieß es weiter.

Der Verkäufer hatte nach derzeitigen Erkenntnissen das Sturmgewehr Ende 2016 in Weinfelden (Schweiz) von einem 39-jährigen Schweizer Staatsangehörigen gekauft, der es seinerseits mehrere Jahre zuvor von einem Unbekannten erworben haben will.

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