Diese Häflerin kämpft um den Titel „Miss 50plus“

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Peggy Beisert
Peggy Beisert (Foto: tobias dick)
Lydia Schäfer

Von 550 Bewerberinnen hat sie es unter die Top 20 geschafft: Peggy Beisert aus Friedrichshafen nimmt am Finale zur „Miss 50plus“ teil. Sie selbst betrachtet die Teilnahme einfach als „großes Abenteuer“.

Die Idee zur Bewerbung, kam von ihrem Ehemann und da habe sie sich gedacht: „Ich probiere das einfach aus“. Am Freitag, 25. Oktober findet das Finale im 640 Kilometer entfernten Harsewinkel statt.

Von den 550 Bewerberinnen traf eine Jury die Vorauswahl und hat dann 60 Frauen aus ganz Deutschland nach Frankfurt zu einem Casting geladen. „Mein Mann und ich haben daraus ein schönes Wochenende in Frankfurt gemacht“, erzählt sie. Vor Ort haben die Teilnehmerinnen sich einer vierköpfigen Jury präsentiert.

Eigentlich bin ich ja eher so ein flippiger Typ.

Peggy Beisert

Nach kurzem Zögern beworben

Sie sollten von sich erzählen und wurden zum Fotoshootig gebeten. Das sei auch schon alles gewesen und „ich weiß wirklich nicht, nach welchen Kriterien die Jury dann die 20 Finalistinnen ausgewählt hat. Da waren so viele schöne Frauen. Ich glaube, mein großer Vorteil war, dass ich überhaupt nicht nervös war. Ich habe einfach drauf los geplappert“, sagt die 50-Jährige lachend. So wie sie eben sei.

Normalerweise wäre sie gar nicht auf die Idee gekommen daran teilzunehmen. „Aber unsere beiden Kinder studieren jetzt und mein Mann und ich haben wieder mehr Zeit für einander“ und als ihr Mann davon gelesen habe, hat sie sich nach kurzem Zögern einfach beworben. „Eigentlich bin ich ja eher so ein flippiger Typ“.

Mit dem Wohnmobil zum Finale

Sie liebt den Hippie-Style, das Segeln, Salsa tanzen und mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein. Mit dem Wohnmobil gehe es auch nach Harsewinkel zur Finalrunde. Ihr Sohn käme von Kiel und ihre Tochter aus Konstanz angereist, um sie zu unterstützen. „Wir fahren bereits am Dienstag los und ich freue mich besonders auf die gemeinsamen Tage mit meiner Familie“ und zur Finalrunde sagt Peggy Beisert: „Entweder klappt das oder nicht – das sehe ich ganz locker“.

Wer mit sich und seinem Leben glücklich und zufrieden ist, der strahlt das auch nach außen aus.

Peggy Beisert

Zur Finalrunde sollen die Teilnehmerinnen ein Business-Outfit und ein Abendkleid mitbringen. „Vielleicht bekommen wir aber auch was gestellt“, vermutet sie, aber das lässt sie auf sich zukommen. „Ehrlich gesagt, ist das wirklich einfach ein Abenteuer für mich. Auf jeden Fall werde ich mich nicht verstellen und so sein, wie ich bin“.

Einer der Gründe, von dem sie glaubt, dass das Schönheit ausmacht. „Wahre Schönheit kommt von innen“, zitiert sie. Sicher sei das einfach ein Spruch, aber Peggy Beisert ist überzeugt, dass das auf jeden zutreffe. „Wer mit sich und seinem Leben glücklich und zufrieden ist, der strahlt das auch nach außen aus“.

Sie selbst liebt es mit Menschen zusammen zu arbeiten, deshalb habe sie ihren Job als gelernte Fremdsprachenkorrespondentin nicht weiter ausgeübt. „Sicherlich machen Sprachen Spaß, aber ich wollte nicht mehr auf dem Büro sitzen“.

Peggy Beisert hat zwei Kinder aufgezogen, war als Seminarleiterin für die vhs tätig und hilft heute im Laden ihrer Schwester aus. „Sie betreibt den Unverpacktladen Heimatliebe in Markdorf und mir liegt es einfach, mit Menschen zu kommunizieren“. 50 Jahre jung zu sein, habe auch viele Vorteile: „Man sieht viele Dinge im Leben viel gelassener und ist selbstbewusster “.

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