Die Schülerbetreuung soll vielfältiger werden

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 Viele Kinder haben Spaß an Betreuungsangeboten.
Viele Kinder haben Spaß an Betreuungsangeboten. (Foto: Brigitte Geiselhart)
Christina Mikalo

Das Angebot und die Nachfrage nach einer Ganztagsbetreuung an Häfler Schulen steigen. Das ging aus einem Sachstandsbericht hervor, den der Betreuungsverein Friedrichshafen (BeFN) am Mittwoch in einer Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses vorgestellt hat. 2017 habe man die Angebote an mittlerweile 13 Schulen verbessert, sagte der Vorsitzende des Betreuungsvereins, Stefan Rooschüz.

Schulkinder können nun aus einer Vielzahl an unterrichtsbegleitenden Aktivitäten wählen. Dazu zählen Sportangebote wie Handball, Kegeln oder Taekwondo, aber auch Musik-AGs für beispielsweise Bläser und Streicher, die durch eine intensivere Zusammenarbeit mit Musikschulen ermöglicht werden, so Rooschüz weiter.

Zudem hat der Betreuungsverein 2017 sein Personal gefördert und aufgestockt: Die Gehälter der Mitarbeiter wurden um drei Prozent erhöht; darüber hinaus hat der Verein vermehrt staatlich anerkannte Erzieher eingestellt. So sei die Zahl der Angestellten auf 201 gestiegen. „Die Nachfrage nach einer Beschäftigung bei uns ist groß“, sagte Susanne Eggetsberger, Leiterin der Geschäftsstelle des Betreuungsvereins in Friedrichshafen. Leider könne meist keine 100-Prozent-Stelle für Personal angeboten werden, dafür gebe es aber vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten.

Insgesamt betrugen die Personalausgaben des Betreuungsvereins im vergangenen Jahr rund 1 825 220 Euro. Betreut wurden 4 867 Schüler aus Friedrichshafen und 731 aus auswärtigen Schulen.

Für die Zukunft plant der Verein, sein Betreuungsangebot weiter auszubauen. Denkbar sei zum Beispiel, die Ferienbetreuung für Schüler zu erweitern. Im Sommer dieses Jahres war auf Wunsch der Stadtverwaltung ein zweiwöchiges Pilotprojekt für Häfler Grundschüler initiiert worden. Dieses habe 40 Mädchen und Jungs „fröhliche und spannende Ferientage beim Spielen und Toben an der frischen Luft und bei ausgewählten Kreativangeboten“ ermöglicht und sei laut den Veranstaltern ein großer Erfolg gewesen. Stimmt die Stadt zu, könnte das Angebot künftig auf die Ostern-, Pfingst- und Herbstferien ausgedehnt werden.

Offen ist dabei, ob bei steigenden Schülerzahlen alle Kinder eine (Wunsch-)Betreuung erhalten können. „Diese Grundproblematik wird die Gemeinderäte in den nächsten Jahren stark beschäftigen“, sagt Rooschüz. Dennoch sei es natürlich das Ziel, an jeder Schule ein „vergleichbares und verlässliches“ Angebot zu schaffen.

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