Nach 31-jähriger Tätigkeit für die Bruderhaus Diakonie wurde der Regionalleiter Bodensee-Oberschwaben (vierter von links) im Rah
Nach 31-jähriger Tätigkeit für die Bruderhaus Diakonie wurde der Regionalleiter Bodensee-Oberschwaben (vierter von links) im Rahmen einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet. Für ihre langjährige Arbeit in der Diakonie wurde auch seine Frau Elisabeth Rilling-Gresch geehrt. (Foto: Brigitte Geiselhart)
Brigitte Geiselhart

Beim Festakt im Gemeindesaal der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde wurde der bisherige Regionalleiter der Bruderhaus Diakonie am Donnerstagnachmittag in Anwesenheit zahlreicher Festgäste und Weggefährten in den Ruhestand verabschiedet. Seine bisherigen Aufgaben werden von Sigrun Rose, Regionalleiterin Ulm/Ostwürttemberg, übernommen.

Von einem kompletten beruflichen Ausstieg oder einem Rückzug aufs Altenteil ist Ulrich Gresch allerdings weit entfernt. Der 66-Jährige bleibt der Bruderhaus Diakonie auch in Zukunft als Berater erhalten. Gresch bleibt darüber hinaus Geschäftsführer der Evangelischen Diakonie Ambulante Dienste Friedrichshafen gGmbH.

„Ulrich Gresch war immer ein Mann der Tat, des Zuhörens, des Hinsehens und des Vertrauens. Er hat stets die Kultur unseres Hauses vertreten und gelebt“, betonte Pfarrer Lothar Bauer, Vorstandsvorsitzender der Bruderhaus Diakonie, in seiner Würdigung. So habe sich das Friedrichshafener Gustav-Werner-Stift unter seiner Leitung schon in den 1990ern als „Powerhaus“ für Qualitätssicherung etabliert und das von Ulrich Gresch zusammen mit der langjährigen Pflegedienstleiterin Christine Doni damals herausgebrachte „Pflegehandbuch“ sei zu einem vielgeschätzten Standardwerk im Bereich der Pflege geworden und habe zu einem „Quantensprung in der Altenhilfe“ beigetragen, so Lothar Bauer.

Lobende Worte auch von Oberbürgermeister Andreas Brand. „In der heutigen Zeit, in der sich viele schon jahrelang den Ruhestand herbeisehnen, freut es mich umso mehr, dass Sie bereit sind, auch weiterhin ihre Erfahrung und ihre Ideen zum Wohl der Allgemeinheit einzubringen“, sagt er in seinem Grußwort.

Ulrich Gresch sei als „Brückenbauer zwischen den Generationen“ immer offen für neuartige Wohnformen im Alter gewesen, betonte Norbert Tobisch, Hauptgeschäftsführer des Siedlungswerk Stuttgart, etwa mit Blick auf die von Gresch auf den Weg gebrachte Senioren-WG im Quartier Allmand Carré, wo acht ältere Menschen mit leichtem Unterstützungsbedarf zusammen mit zwei Studenten oder Auszubildenden ein neues Zuhause gefunden haben. Ulrich Greschs Bereitschaft, „ausgetretene Pfade zu verlassen“, wurde auch von Wolfgang Sigg, Vorstandsvorsitzender der Kreisbaugenossenschaft Bodenseekreis, gewürdigt. Mit den vom Gustav-Werner-Stift initiierten „Betreuten Wohnungen“ habe er schon vor Jahren den Bedarf und den Wunsch älterer Menschen erkannt, möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben zu können.

Auf 40 Jahre Arbeit in der Diakonie darf auch Ulrich Greschs Ehefrau Elisabeth Rilling-Gresch zurückblicken. „Man darf durchaus davon sprechen, dass Sie die prägende Kraft im Bereich Ehrenamt und sozialer Betreuung sind“, sagte Andreas Lingk, Kaufmännischer Vorstand der Bruderhaus Diakonie, in seiner Laudatio. Viel zu bieten hatte das folgende Rahmenprogramm des Festaktes.

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