Gleich geht es los: Die Abiturienten der beruflichen Gymnasien in Friedrichshafen haben ihre erste Prüfung im Abitur vor sich.
Gleich geht es los: Die Abiturienten der beruflichen Gymnasien in Friedrichshafen haben ihre erste Prüfung im Abitur vor sich. (Foto: Fotos: Lydia Schäfer)
Lydia Schäfer

An den beruflichen Gymnasien haben die schriftlichen Abiturprüfungen begonnen. Insgesamt nehmen 184 000 Schüler in Baden-Württemberg teil. Das erste Prüfungsfach waren die jeweils berufsbezogenen Profilfächer.

Neben diesen sechsstündigen Prüfungen gehören die vierstündigen Prüfungen in den Kernfächern Mathematik, Deutsch oder Fremdsprache sowie ein von Schülern gewähltes Prüfungsfach zu den vier schriftlichen Prüfungen. Hinzu kommt eine mündliche Prüfung in einem anderen Fach. Die besteht aus einem Präsentationsteil und einem anschließenden Prüfungsgespräch.

Die drei berufsbildenden Gymnasien des Berufschulzentrums haben ihren unterschiedlichen Schwerpunkten entsprechend geprüft. An der Claude-Dornier-Schule haben 90 Schüler teilgenommen. Sie wurden in den Schwerpunktfächern „Informationstechnik“, „Mechatronik“, „Technik und Management“ oder „Gestaltung und Medientechnik“ geprüft. Die Droste-Hülshoff-Schule prüfte in den Profilfächern „Biotechnologie“, „Gesundheit und Pflege“, „Pädagogik und Psychologie“ und „Ernährung und Chemie“. Insgesamt sind hier 121 Schüler zur Prüfung angetreten. Allein 48 Schüler haben sich für Pädagogik und Psychologie entschieden, die anderen Schüler teilten sich auf die anderen drei Profilfächer auf. Die Hugo-Eckener-Schule mit ihrem kaufmännischen Schwerpunkt hat 107 Abiturien in Volkswirtschaftslehre (VWL) und Betriebswirtschaftslehre (BWL) geprüft. Wobei der Schwerpunkt in der BWL lag. An der Bernd-Blindow-Schule sind elf Schüler zur Prüfung angetreten, davon drei im Profilfach „Gestaltung und Medientechnik“ und acht Schüler mit dem Schwerpunkt „Soziales“.

Es gibt Dinge, die ändern sich und andere Dinge nicht. Die Nervosität ist den Schülern morgens anzumerken. Das wird sich wohl nie ändern. Dass die Schüler vor Ausgabe der Aufgaben aber an den Pult treten, um Handy oder die Smart-Watch abzulegen, schon. Würden derart digitalisierte Medien während der Prüfung genutzt, könnte man das als Täuschungsmanöver werten.

Ebenso müssen Taschen und Jacken in den Prüfungsräumen an einem bestimmten Ort gelagert werden. Die Pulte bleiben frei, bis auf Essen und Getränke oder auch der einen oder anderen analogen Uhr, um die Zeit zu überprüfen. Viereinhalb Stunden hatten die Abiturienten Zeit, die geforderten Aufgaben zu beantworten.

Das sagen die Schüler

„Das waren absolut faire Fragen“, sagt Maik Kuhn, der an der Hugo-Eckener-Schule in BWL seine Prüfung abgelegt hat. Es sei um rechtliches Grundlagenwissen gegangen, Investitionsrechnung oder auch Vergleiche „wie zwischen Darlehen und Leasing beispielsweise“, sagt er. Etwas VWL sei in die Prüfung miteingeflossen, erklären Tobias Feustel und Orhan Yozgatligie. Auch sie sind zufrieden mit dem Abi-Auftakt. Ebenso wie Besarta Mikullevci. Alle Schüler mit dem Schwerpunkt BWL sind sich einig: „Das war gut zu schaffen“. David Maier lobt auch die Lehrerschaft: „Wir wurden gut vorbereitet“, dabei sei die Prüfung in Biotechnologie recht anspruchsvoll gewesen, „aber auf alle Fälle machbar“, ist er sich sicher. Die Köpfe der Schüler, die in „Pädagogik und Psychologie“ ihre Prüfung ablegten, schienen noch zu rauchen, als sie um 13 Uhr ihre Aufgaben abgaben. Dass sie geschafft waren, sah man ihnen an. „Das ist viel Stoff zum Auswendiglernen und die Themen sind schwer“, sagt Anne Dier. „Ich glaube, ich habe 25 Seiten geschrieben“, erklärt Vanessa Großhardt. Die Prüfung sei schwierig gewesen, „aber ich habe mich gut vorbereitet“.

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