Die Grillhütte in Kluftern soll eingezäunt werden.
Die Grillhütte in Kluftern soll eingezäunt werden. (Foto: Ralf Schäfer)
Lydia Schäfer

Dreimal hat es in der Klufterner Grillhütte seit 2007 gebrannt. Zudem hat sie sich als Treffpunkt randalierender Gruppen entpuppt. Lärm und Vandalismus belasten die Anwohner, wobei Letzterer schon häufig den Einsatz der Bauhofmitarbeiter nötig gemacht hat. Aus diesen Gründen war die Grillhütte am Donnerstagabend das Thema der Diskussion auf der Ortschaftsratssitzung in Kluftern. „Sie in dieser Form wiederaufzubauen und zu betreiben, macht meiner Meinung nach keinen Sinn“, sagte Ortsvorsteher Michael Nachbaur.

Letztendlich ist das Thema Grillhütte noch nicht vom Tisch. Nach einer Ortsbegehung im April dieses Jahres, Gesprächen mit dem Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt (BSU), dem Forstamt sowie der Freiwilligen Feuerwehr in Fragen des Brandschutzes stellten Michael Nachbaur, Hans-Jörg Schraitle, Amtsleiter der BSU, und Stadtbrandmeister Louis Laurösch erste Ergebnisse und Lösungsvorschläge vor. Grundsätzlich wird der Grillhütte noch eine Chance eingeräumt, weiter betrieben zu werden. Allerdings sind einige Änderungen sowohl bei der Nutzung der Anlage als auch baulicher Art von Nöten.

„Wichtig ist es, aus der Anonymität heraus zu kommen“, sagte Hans-Jörg Schraitle. Sprich, man müsste einen verantwortlichen Ansprechpartner benennen. Das wäre aber nur möglich, wenn der Ort nicht mehr frei zugänglich sei. Ein stabiler Zaun mit abschließbarem Tor wurde als Lösung vorgeschlagen. Die Nutzer müssten den Schlüssel abholen, Nutzungsbedingungen unterschreiben und eine Kaution hinterlegen. „Das sollte auch schon ein spürbarer Betrag sein“, sagte Nachbaur.

Zudem sei die Grillanlage brandtechnisch in der bisherigen Form bedenklich. „Die Bauform eignet sich so nicht, es gibt keine Chance der gezielten Wärmeabfuhr“, sagte Laurösch. Er empfahl, die Grillstelle nach draußen zu verlegen. „Wobei hier geschaut werden muss, wie diese angelegt wird.“ Man könne einen Betonring verwenden und das direkte Umfeld brandschutztechnisch anpassen. Das hieße eine feuersichere Umrandung um den Betonring, damit Funken dort gefahrlos auskühlen könnten sowie den Baumbestand im direkten Umfeld zu lichten.

Die Mitglieder des Ortschaftsrates begrüßten, dass der Grillhütte noch eine Chance gegeben werde. Im nächsten Schritt sollen die Rahmenbedingungen festgelegt werden und eine Kostenermittlung eingeholt werden. „Wir dürfen nicht vergessen, dass im Doppelhaushalt keine Finanzmittel für die Klufterner Grillhütte eingestellt sind“, sagte der Ortsvorsteher, deshalb sollten für die weitere Vorgehensweise konkrete Zahlen vorliegen.

Einstimmig befürwortete der Ortschaftsrat die Kosten für eine Einzäunung mit abschließbarem Tor, die Verlegung der Grillstelle in den Außenbereich. Gleichzeitig sollen aber auch die Kosten für einen Rückbau ermittelt werden. Im zweiten Schritt wird darüber nachgedacht, wie und von wem der Grillplatz verwaltet wird und wie die genauen Nutzungsbedingungen aussehen werden. Sowohl Hans-Jörg Schraitle als auch Louis Laurösch boten für ihre jeweiligen Fachbereiche weitere Hilfe an. Die Grillhütte wird noch Thema bleiben.

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