Die erste Bilanz: Kulturufer mit Jan-Josef Liefers und ganz viel Liebe

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Lydia Schäfer

"Auf diesem Fest spürt man ganz viel Liebe“, sagte Jan Josef Liefers bei seinem Auftritt im Großen Zelt. Offenbar hat er das gespürt, was Margret Beck, Leiterin des Spielhauses und Daniel Schweizer, pädagogischer Mitarbeiter des Jugendzentrums Molke völlig unabhängig voneinander äußerten: Da steckt ganz viel Liebe in den Vorbereitungen zum Kulturufer.

Das Festival hat seinen Ursprung im Jugendreferat und Margret Beck erinnert sich an die ersten Besucherzahlen: 40 waren es. Das war 1984 und heute zählt allein die Aktionswiese zwischen 1000 und 1500 Besucher täglich. „Wir hatten ein sehr erfolgreiches Kulturufer“, freuen sich Margret Beck und Mario Christmann, Jugend- und Heimerzieher im Spielhaus und Spielbus. Die Besucher hätten oft schon um 12 Uhr auf der Aktionswiese gestanden, um rechtzeitig an den Veranstaltungen teilnehmen zu können. „Eltern oder auch Großeltern nehmen sich bewusst Zeit, um mit ihren Kindern oder Enkelkindern hier gemeinsam bei den unterschiedlichen Projekten mitzumachen“, sagt Christmann.

Ein Jahr Vorfreude

Auch am Regentag war die Aktionswiese gut besucht. Besondere Highlights waren die Up-cycling Angebote, die „Flying-Waste“ Aktion – ein Mobile aus Abfall – oder auch die Theater- und Bastelangebote, bei denen Familen qualitätsvolle Zeit miteinander verbringen. „Diesmal hatten wir auch eine Kooperation mit dem Landratsamt, die über die Aufgaben von Pflegefamilien informiert haben. Außerdem kamen die Weltensammler sehr gut an und auch die neue Wasserrutsche ist ein echtes Highlight“, erzählt Mario Christmann. Auch wenn das Kulturufer für sämtliche Mitarbeiter des Spielehauses und des Spielbuses viel Arbeit und Vorbereitungen bedeute, „freuen sich alle das ganze Jahr auf diese zeit“, sagt Margret Beck.

Das gilt auch für die Mitarbeiter des Jugendzentrums Molke. Daniel Schweizer, pädagogischer Mitarbeiter der Molke sagt: „Unser Programm und die Mitmachaktionen werden von allen mit viel Leidenschaft vorbereitet und während der Kulturufertage betreut.“ Das habe was von einer großen Familie. Während des Kulturufers haben die Mitarbeiter die Molke zum Wohnheim erkoren. Sie leben und wohnen dort gemeinsam, besprechen noch Details, bauen auf, betreuen Jugendliche und bauen auch gemeinsam wieder ab. „Das hat wirklich was von einer Familie“. Es gebe Jugendliche, die jedes Jahr extra zum Molke-Angebot ans Kulturufer kommen und „das aus ganz Deutschland“, sagt Schweizer.

Klaus Müller betreut die Straßenkünstler während dieser Zeit. Das Kulturufer habe in den Künstlerkreisen einen guten Ruf. „Wir hätten nicht soviele Bewerbungen, wennn dieses Festival nicht diese Reputation hätte“. Er sei auf der Suche nach schönen und spektakulären Straßenkünstlern für das Kulturufer und lobt die Vielfalt der diesjährigen Aktionen: von der Impro-Show, über Straßentheater bis hin zu musikalischen Beiträgen sei alles dabei gewesen.

Für viele Besucher scheint die Vielfalt ein echter Anziehungspunkt zu sein. „Wir sind jedes Jahr da unnd mögen die Straßenkünstler, das Kulturangebot in den Zelten und auch den Kunsthandwerkermarkt“, sagen die Schwestern Diana aus Ravensburg und Anna aus Ostrach.

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