Wertvolle Tipps aus erster Hand gabs beim Parentum-Eltern- und Schülertag für die Berufswahl. Hier informiert sich Tim Berkman
Wertvolle Tipps aus erster Hand gabs beim "Parentum-Eltern- und Schülertag für die Berufswahl". Hier informiert sich Tim Berkmann mit seiner Mutter Brigitte bei Lara Winkelhöfer und Friederike Metzler von der Uni Liechtenstein. Ganz rechts Parentum Projektleiterin Corinna Pfisterer. Bild: Geiselhart (Foto: Brigitte Geislehart)
Brigitte Geiselhart

Gut angenommen worden ist der „Parentum – Eltern- und Schülertag für die Berufswahl“, zu dem das Institut für Talententwicklung (IfT) ins Graf-Zeppelin-Haus eingeladen hat. Mehr als 40 Unternehmen und Institutionen, berufliche Schulen und Hochschulen standen den interessierten Besuchern für Fachgespräche zur Verfügung. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler nutzten – teilweise zusammen mit ihren Eltern – die Gelegenheit, sich über berufliche Perspek-tiven nach dem Schulabschluss beraten zu lassen. „Für uns ist es ganz wichtig, die Eltern mit ins Boot zu nehmen“, betonte Parentum-Projektleiterin Corinna Pfisterer. Im Vorfeld seien Elternbriefe an über 70 Schulen im Bodenseekreis und den angrenzenden Landkreisen Ravensburg und Konstanz als Einladungsschreiben verteilt worden. Die Parentum wurde vom IfT, das auch einen Sitz in Friedrichshafen hat, erstmals 2010 angeboten. Heute wird die Mes-se bundesweit an 25 Standorten auf die Beine gestellt. „Jeder Standort hat ein regionales Netzwerk, so dass wir ganz auf die Bedürfnisse vor Ort eingehen können“, sagte Corinna Pfisterer.

Bereits kurz nach Messe-Eröffnung herrscht im GZH reger Betrieb. Am Stand der Universität Liechtenstein informiert sich der 16-jährige Tim Berkmann, er ist zusammen mit seiner Mutter Brigitte aus Lindau gekommen. Nach dem Realschulabschluss einen Lehrberuf erlernen oder doch lieber weiter zur Schule gehen? Dass er bisher „keinen Plan“ hat, wie es für ihn weiter-gehen soll, das räumt Tim gerne ein. Das Konzept „Student for a Day“, das von der Uni Liechtenstein angeboten wird, könnte ihn aber durchaus reizen. „Ein wenig in den studentischen Alltag reinzuschnuppern, das wäre schon klasse“, meint Tim. Praktische Ratschläge gibt’s von der 21-jährigen Lara Winkelhöfer, die im fünften Semester Betriebswirtschaftslehre studiert.

Die „fast“ 14-jährige Luna Hess aus Eriskirch lässt sich derweil am Stand der Stiftung Lie-benau von der hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin Tanja Traub einen Überblick über die gro-ße Palette an Berufen im Altenpflege- und Behindertenbereich geben. „Was mit Landwirt-schaft, Tieren und Hauswirtschaft zu tun hat, kling für mich gut“, sagt Luna spontan. Viel-leicht zuerst ein Praktikum machen? Dieser Tipp von Tanja Traub wird gerne in die Überle-gung miteinbezogen. „Die Messe ist sicher hilfreich für die Berufsfindung“, so die Meinung Lunas Mutter Ines. Auch dass die Eltern mit von der Partie sein können, findet sie gut. „Da traut man sich sicher eher, auch mal jemand anzusprechen“, meint sie.

Dass Fachkräfte auch in der Gastronomie händeringend gesucht werden, daraus macht Stefan Pfaus, Ausbilder und stellvertretender Rezeptionsleiter des Kinderhotels Oberjoch aus Bad Hindelang, keinen Hehl. Er hat fünf Azubis als autentische Ansprechpartner mitgebracht und hofft, dass viele Gespräche zwischen Jugendlichen auf Augenhöhe entstehen könnten. Von der anderen Seeseite sind Max Peters, sein Freund Fabius Zinnler und dessen Vater Lothar gekommen. Die beiden 14-jährigen Jungs besuchen die Geschwister-Scholl-Schule in Kon-stanz und wollen sich beim Rundgang durch die Messe schauen, in welche Richtung es für sie später gehen könnte. „Tolle Sache, sich aus erster Hand informieren zu können“, befindet Lothar Zinnler. „Zu unserer Zeit gab’s solche Messen leider nicht.“

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