Deshalb spenden die Versicherungsmakler Walter und Stephanie Frey regelmäßig für Häfler helfen

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„Jeder gibt das, was er geben kann“: Renate Köster (links) mit Stephanie und Walter Frey.
„Jeder gibt das, was er geben kann“: Renate Köster (links) mit Stephanie und Walter Frey. (Foto: mh)
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„Soziales Engagement ist für uns Herzenssache“, sagt Walter Frey. Deshalb spendet der Versicherungsmakler jedes Jahr – nicht nur im Advent – an verschiedene Organisationen vor allem in Friedrichshafen. In diesem Jahr dürfen sich unter anderem die Tafel Friedrichshafen, Häfler helfen und das Hospiz Haus Brög zum Engel in Lindau über eine Zuwendung im insgesamt fünfstelligen Bereich freuen.

„Uns geht es gut“, sagt Frey. „Deshalb wollen wir dazu beitragen, dass es auch anderen ein bisschen besser geht.“ Bisher hat der Geschäftsführer der Walter Frey Assekuranz-Makler GmbH eher im Verborgenen gewirkt, in diesem Jahr wollte er darüber auch mit der Zeitung reden, damit vielleicht andere seinem Beispiel folgen. Gemeinsam mit seiner Tochter Stephanie hat er sich entschlossen, vor allem Bedürftige zu unterstützen. Stephanie Frey ist als Volljuristin im Juli 2019 ins familiäre Unternehmen eingestiegen und möchte die Spendentradition Ihres Vaters fortführen.

Bei Häfler helfen, der gemeinsamen Aktion von „Schwäbischer Zeitung“, katholischer und evangelischer Kirche ist das Geld gut angelegt: Hier helfen Stadtdiakon Ulrich Föhr sowie Sabine Hornig und Dagmar Neuburger von der Diakonischen Beratungsstelle in unmittelbaren Notlagen oder beim Weg aus einer Lebenskrise. Auch bei der Tafel kommen Spenden direkt an. „Eure Großzügigkeit fährt täglich zwei Mal durch die Stadt“, sagt Renate Köster vom gemeinnützigen Verein, der gespendete Lebensmittel für wenig Geld an Bedürftige verkauft. Sie spielt dabei auf zwei Fahrzeuge an, deren Anschaffung Frey mitfinanziert hat.

Köster erzählt, dass man nur an die Menschen verkaufe, die auch einen Berechtigungsausweis haben – zum Beispiel Hartz IV-Empfänger oder Bezieher kleiner Renten. Etwa 1000 solcher Scheine gebe es. Vor Öffnung der Tafel in der Keplerstraße bilden sich meist lange Schlangen. Neben den Sach- und Geldspenden funktioniert die Arbeit des Vereins nur deshalb, weil Ehrenamtliche wie Renate Köster ihre Zeit investieren.

„Jeder gibt das, was er geben kann“, sagt Walter Frey dazu. Seit 1927 gibt es das Unternehmen, das sein Großvater gegründet hat. 20 Mitarbeiter sind dort heute angestellt. Der Makler zählt rund 3600 Kunden, darunter Privatleute, vor allem aber viele Unternehmen aus dem Mittelstand und der Industrie, Firmen wie zum Beispiel Zeppelin, Winterhalter in Meckenbeuren oder Wagner in Markdorf. Weil diese und andere Unternehmen international tätig sind, ist der Assekuranzmakler Teil eines weltweiten Netzwerks mit Fachleuten vor Ort. Vor allem große Unternehmen brauchen individuelle Angebote, die auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten sind. „Die Aufgabe ist unheimlich vielfältig“, erzählt Frey. „Man braucht betriebswirtschaftliche, juristische und auch technische Kenntnisse, wenn es zum Beispiel um die Brandschutzplanung in einem neuen Gebäude geht.“

Angesichts dessen ärgert der Geschäftsführer sich manchmal, wenn die Branche auf Haustürverkäufer reduziert wird, die nur auf schnelle Abschlüsse aus sind. Das schlechte Image, das die Versicherungswirtschaft bei manchen Menschen hat, ist möglicherweise mitursächlich für den Nachwuchsmangel in der Branche. Auch vor diesem Hintergrund möchte die Inhaberfamilie Frey darauf aufmerksam machen, dass sie nicht nur ein spannendes Arbeitsumfeld auf hohem fachlichem Niveau bietet, sondern auch soziale Verantwortung für die Gesellschaft übernimmt.

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