Die Polizei überwacht den Gondelhafen mit einer Videokamera während des Seehasenfests.
Die Polizei überwacht den Gondelhafen mit einer Videokamera während des Seehasenfests. (Foto: Fotomontage: fey)

Wenn der Seehas aus dem Tiefseemöhrenfeld auftaucht, soll in der Stadt alles sicher sein. Nicht nur für ihn, sondern auch für die Besucher, die in den kommenden Tagen in Friedrichshafen unterwegs sind. Die Polizei stellt deswegen Kameras auf. Außerdem hat sie einen besonderen Blick darauf, dass auch das Jugendschutzgesetz eingehalten wird.

An vier Standorten baut die Polizei gemeinsam mit der Stadt beim Seehasenfest Kameras auf: Am Romanshorner Platz, an der Eckenerstraße auf der Höhe des Riesenrads, am Gondelhafen sowie am Graf-Zeppelin-Haus. So sollen die Risiken, die eine solche Großveranstaltung mit sich bringt eingeschränkt werden, teilt die Polizei, die sich bei dem Thema sehr bedeckt hält, auf Nachfrage der Schwäbischen Zeitung mit. Risikofaktoren sieht die Polizei im übermäßigen Alkoholkonsum in dessen Zusammenhang auch oft tätliche Auseinandersetzungen stehen. Sexuelle Übergriffe sowie Diebstähle sollen so außerdem vermieden werden.

Für die Verarbeitung der Daten ist das Polizeipräsidium Konstanz zuständig. Mit den Aufnahmen soll die Strafverfolgung erleichtert werden und Gefahren abgewehrt werden. Auf der Internetseite des Polizeipräsidiums Konstanz sowie auf der Internetseite der Stadt Friedrichshafen gibt es ein Informationsblatt, das über die Videoüberwachung auf dem Volksfest informiert. Daraus geht hervor, dass die Mitschnitte zum einem an interne Stellen, die an Fällen arbeiten, weitergereicht werden können. Zum anderen aber auch an andere Polizeibehörden oder aber an andere Geschädigte, wenn diese Personen ihr Recht geltend machen wollen. Wenn das abgeschlossen ist, sollen die Daten wieder gelöscht werden. Weitere Details zu Sicherheitsmaßnahmen möchte die Polizei aus einsatztaktischen Gründen nicht verraten.

Mobile Wache am Antoniuseck

Wenn Besucher auf dem Fest etwas melden möchten, können sie das per Telefon an das Polizeirevier in Friedrichshafen unter 07541 / 70 10 melden oder zur mobilen Wache auf dem Festgelände kommen. Diese befindet sich am Antoniuseck.

Damit das Fest mit all seinen Reizen auch für jugendliche Festbesucher nicht zur Gefahr wird, ist die Polizei wieder mit einem Jugendschutzteam im Einsatz. Das achtet darauf, dass das Jugendschutzgesetz auf dem Fest eingehalten wird. Grundsätzlich dürfen sich Kinder und Jugendliche auf dem gesamten Festgelände aufhalten. In besonderen Gefahrensituationen ist die Polizei berechtigt, Platzverweise auszusprechen oder die Jugendlichen in Obhut zu nehmen. In die Bierzelte dürfen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder einer sorgeberechtigten Person. Ab 16 Jahren ist es den Jugendlichen auch ohne Begleitung gestattet, ins Bierzelt zu gehen, allerdings müssen sie es um Mitternacht wieder verlassen.

Auf dem gesamten Festgelände wird auch kontrolliert, ob und welchen Alkohol die Jugendlichen konsumieren. Jugendliche unter 16 Jahren dürfen keinen Alkohol kaufen und trinken, ab 16 Jahren aber alles außer Getränke mit Spirituosen. Der Seehasenfestausschuss bietet gemeinsam mit der Polizei, der Stadtverwaltung und den Festwirten eine weitere Aktion an: Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren können sich auf freiwilliger Basis ein rotes Armband und einen Stempel abholen. Jugendliche über 18, die aber durchaus jünger aussehen, können ein grünes Armband bekommen. So soll den Jugendlichen erspart bleiben, bei jeder Bestellung ihren Ausweis zeigen zu müssen. Auch für das Rauchen gibt es nach dem Jugendschutzgesetz eine Regelung: Jugendliche unter 16 Jahren dürfen Zigaretten weder kaufen noch auf dem Seehasenfest konsumieren.

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