Schneeschippen ist Pflicht. wer dies nicht tut, kann dafür belangt werden, falls jemand stürzt.
Schneeschippen ist Pflicht. wer dies nicht tut, kann dafür belangt werden, falls jemand stürzt. (Foto: Andreas Gebert/dpa)
Schwäbische Zeitung

Auch Anwohner sind verpflichtet, bei Eis und Schnee zu räumen. Welche Regeln dabei genau gelten, erläutert die Stadtverwaltung aus aktuellem Anlass in einer Pressemitteilung.

Nach der Streupflichtsatzung haben die Bürgerinnen und Bürger die Pflicht, Gehwege auf einer Breite von einem Meter zu räumen. Dies gilt auch in Siedlungsstraßen, die über keinen ausgebauten Gehweg verfügen. In diesen Straßen sind von den Anliegern Gehstreifen am Straßenrand von ebenfalls einem Meter Breite zu räumen und zu streuen.

Gestreut werden dürfen Splitt und Sand. Auftausalz hingegen ist nur in besonderen Fällen, wie zum Beispiel bei Glatteis, Eisregen oder zum Auftauen festgetretener Eis- und Schneerückstände, wenn ohne diese Mittel die Sicherheit der Fußgänger nicht gewährleistet ist, erlaubt.

Und auch die Räumzeiten sind in der Satzung der Stadt geregelt: Werktags ist bis 7 Uhr und an Sonn- und Feiertagen bis spätestens 8 Uhr zu räumen. Die Räumpflicht endet um 20 Uhr.

Den Schnee darf man weder seinem Nachbarn vor die Türe schippen noch auf die Straße. Schnee vor Grundstückseinfahrten, Zuwegungen und Gehwegen sollte möglichst auf dem eigenen Grundstück angehäuft werden. Ist dies aus Platzgründen nicht möglich, sollte ein Schneewall entlang des Bordsteins (bei ausgebauten Gehwegen) beziehungsweise entlang der Grundstücks- grenze (bei Gehstreifen am Straßenrand) angehäuft werden.

Wer dieser Verpflichtung nicht nachkommt, handelt ordnungswidrig und kann mit einer Geldbuße belegt werden. Sollte ein Fußgänger oder Radfahrer stürzen, weil der Streupflicht nicht nachgekommen wurde, haftet der Straßenanlieger persönlich für eventuelle Unfälle.

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