Der Geißbock springt seit 25 Jahren

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Der damalige Ravensburger Oberbürgermeister Hermann Vogler durchschneidet am 25. Juni 1993 das Band beim Startfest der Bodensee-
Der damalige Ravensburger Oberbürgermeister Hermann Vogler durchschneidet am 25. Juni 1993 das Band beim Startfest der Bodensee-Oberschwaben-Bahn. Eine Woche später nahm die Bodensee-Oberschwaben-Bahn ihren regulären Betrieb auf. (Foto: pr)
Schwäbische Zeitung

Die Geißbockbahn wird 25 Jahre alt. Seit 1993 ist die Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB) in der Region unterwegs. Die erste Fahrt der BOB war Ende Juni 1993, die Gründung der Gesellschaft aber bereits am 15. Oktober 1991.

Es war ein „Modell ohne Vorbild“ und eine echte Pioniertat: Vor 25 Jahren gründeten die Gemeinde Meckenbeuren, die Stadt Ravensburg, die Landkreise Bodenseekreis und Ravensburg sowie die Technischen Werke Friedrichshafen die Bodensee-Oberschwaben-Bahn GmbH. Ihr Ziel: den Bahnverkehr in der Region zu stärken und die von der Deutschen Bundesbahn aufgegebenen Haltepunkte wiederzubeleben. Heute befördert die „Geißbockbahn“ weit mehr als eine Million Fahrgäste und schreibt schwarze Zahlen.

Es war ein gewagter Schritt und wurde von manchen als „verrücktes Projekt ohne Chancen“ belächelt. Denn dass Kommunen und Landkreise eine Eisenbahngesellschaft auf DB-Gleisen betreiben, das gab es seinerzeit noch nicht. Die Gründung der Gesellschaft war dementsprechend etwas Besonderes. Knapp zwei Jahre später fuhr die erste „Geißbockbahn“ – benannt nach dem Lied „Auf de schwäbsche Eisebahne“ – zwischen Ravensburg und Friedrichshafen. Aus den anfänglich rund 1000 Fahrgästen pro Tag sind inzwischen über 5000 geworden, aus den Verlusten der ersten Jahre überwiegend Gewinne, aus der belächelten Idee ein Vorzeigeprojekt.

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