Wilfried Geiselhart

Man kennt sich, man schätzt sich. Wer zum Neujahrsempfang ins Dorfgemeinschaftshaus Schnetzenhausen kommt, der weiß, dass er auf viele Bekannte und gut gelaunte Gesprächspartner trifft. Und man darf sich sicher sein, dass die großen Worte nicht die Hauptrolle spielen, sondern dass umso mehr Zeit fürs gemütliche Beisammensein bleibt. So war es auch in diesem Jahr.

Der Ton stimmte am späten Sonntagvormittag in jeder Hinsicht – insbesondere auch die musikalische Begleitung der neu formierten Alphornbläser mit aktiven und ehemaligen Mitgliedern der Musikkapelle Schnetzenhausen, die mit dem „Thalkirchdorfer Alphornwalzer“ begrüßten und ihren Instrumenten auch im weiteren Verlauf wunderbar sonore Klänge zu entlocken wussten. Wie immer waren auch die Vereine und Kirchengemeinde miteingebunden. Sie präsentierten ihre Aktivitäten an Stellwänden oder mittels Videoinstallation.

Zu den Stammgästen des Schnetzenhausener Neujahrsempfangs gehörten auch in diesem Jahr Katrin und Jürgen Kosch. „Wir fühlen uns im Ort so richtig wohl und wollen nie wieder weg“, so das einmütige Bekenntnis des Ehepaars, das 1992 aus Sachsen kommend hier zugezogen ist. „Wir wurden vom ersten Tag an prima aufgenommen“, sagte Jürgen Kosch. „Wenn man sich in Vereinen und Gruppierungen einbringt, ist die Integration ohnehin kein Problem“, so seine Erfahrung. Bekennender und sogar gebürtiger Schnetzenhausener ist Otto Rueß, Senior-Chef des Hotels Krone. Dass er zusammen mit seiner Frau Marie Luise den Neujahrsempfang besucht, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. „Die Stimmung ist einfach prima und man trifft so viele nette Leute“, sagte er.

Unter den zahlreich beteiligten ehrenamtlichen Kräften aus den Vereinen ist das Engagement riesig. „Bei uns geht alles Hand in Hand, die Arbeit im Team macht einfach Spaß“, sagte etwa Monika Renn, die beim Kaffeeausschank mithalf. Gleicher Meinung waren auch Annette Sittel und Ulrike Int-Veen, die zwar in Immenstaad und Fischbach zu Hause, aber eben auch langjährige Mitglieder des Skiclubs Schnetzenhausen sind. „Das Miteinander ist klasse, da macht man gerne mit“, ergänzte Int-Veen.

Dass gerade dem Dorfgemeinschaftshaus in Schnetzenhausen eine zentrale Bedeutung zukommt, und dass es im Jahresverlauf durch unterschiedliche Aktivitäten und Veranstaltungen gut ausgelastet ist, darauf ging Andrea Beck, Vorsitzende des Verwaltungsausschusses, in ihrer Ansprache ein. Ihr besonderer Dank galt an dieser Stelle dem Hausmeisterehepaar Anita und Klaus Beck, das in wenigen Monaten seine 30-jährige Dienstzugehörigkeit feiern darf, und sich im Sommer in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. „Für uns ergibt sich daraus eine neue, spannende Situation“, betonte Andrea Beck. „Aber mit Unterstützung des städtischen Amtes für Bildung, Betreuung und Sport werden wir auch diese meistern können“, so ihre Hoffnung.

Für Oberbürgermeister Andreas Brand sei und bleibe das Dorfgemeinschaftshaus eine Erfolgsgeschichte. „Es spiegelt die Lebendigkeit und Zusammengehörigkeit im Dorf wider“, sagte er. Nicht zuletzt deshalb habe man im kommenden Haushalt 280 000 Euro für Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen bereitgestellt. Dass die B 31-neu komme, sei sicher – und die Baustelle schreite sogar schneller voran als geplant.

Eine Sachlage, die natürlich gerade auch in Schnetzenhausen mit Argusaugen verfolgt werde, sagte Brand. Hinsichtlich einer möglichen vorzeitigen Teilfreigabe stünden im Februar wichtige Gespräche an, betonte der OB. Derzeit sei aber noch keine Vorentscheidung getroffen, versicherte er – und versprach, dass Schnetzenhausen in jedem Fall beteiligt und in den Entscheidungsprozess miteingebunden werde. Eine Aussage, die gern gehört und mit Beifall bedacht wurde.

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