Dem VfB Friedrichshafen steht das erste Kräftemessen bevor

 Wo steht der VfB Friedrichshafen um Dejan Vincic (li.) und Blair Bann in der Frühphase der neuen Saison? Das Turnier in Hildesh
Wo steht der VfB Friedrichshafen um Dejan Vincic (li.) und Blair Bann in der Frühphase der neuen Saison? Das Turnier in Hildesheim von Freitag bis Sonntag wird ersten Aufschluss geben. (Foto: Nordphoto/Imago)
Schwäbische.de
Sportredakteur

Die Saison in der Volleyball-Bundesliga beginnt eigentlich erst am Samstag, 8. Oktober. Der VfB Friedrichshafen tritt sogar erst am Sonntag, 16. Oktober, erstmals in der Liga an. Und doch sehen sich alle Bundesligisten ab Freitag – denn dann steht der sogenannte Bounce-House-Cup in Hildesheim an. Für die Volleyball-Bundesliga ist dieses Vorbereitungsturnier in diesem Jahr sogar der Supercup-Ersatz. Ein Profi des VfB wird in Hildesheim zum ersten Mal seine neuen Teamkollegen kennenlernen.

Zwei Südamerikaner sind die letzten beiden Rückkehrer

Acht Mannschaften der Vorsaison nehmen ab Freitag an dem dreitägigen Turnier teil – nur die Nachwuchsmannschaft des VCO Berlin sowie die Frankfurter, die ihre Mannschaft zurückgezogen haben, fehlen. Friedrichshafens Trainer Mark Lebedew hat pünktlich zum Turnier in Hildesheim seine Mannschaft fast komplett zusammen.

Die letzten beiden Rückkehrer sind der letztjährige Aufsteiger Luciano Vicentin sowie Miguel Martínez. Für beide Südamerikaner ist es ein sehr langer Volleyballsommer gewesen. Vicentin und Martínez waren bis vergangenes Wochenende noch mit ihren Nationalmannschaften beim Qualifikationsturnier für die Südamerikameisterschaft 2023 im Einsatz. Vicentin wurde mit Argentinien Zweiter und reiste sofort im Anschluss an den Bodensee. Martínez wurde Dritter mit Kolumbien und musste noch etwas auf sein Visum warten. Am Donnerstagabend sollte der neue Diagonalangreifer des VfB in Hannover landen und im Teamhotel in Hildesheim erstmals auf seine Mannschaftskameraden treffen.

Trainer Lebedew sieht im anstrengenden Sommer auch einen Vorteil

Der Bounce-House-Cup aus ist nicht nur für die Häfler eine Standortbestimmung vor der Saison. „Es ist ein offizielles Turnier, dann wollen wir das auch gewinnen“, sagt Trainer Lebedew. „Es ist aber schwierig einzuschätzen, wie weit die Teams jeweils sind.“ Das gilt auch für seine Mannschaft. Viele Spieler kamen erst spät in der Vorbereitung nach Friedrichshafen, Vicentin und Martínez müssen integriert werden, Vojin Cacic fehlt nach seinem Achillessehnenriss noch. „So ist das eben bei Topmannschaften“, nimmt es Lebedew laut VfB-Mitteilung locker. „Wir haben viele Nationalspieler und die kommen eben später, das gehört dazu. Es ist nicht optimal, aber man kann es auch anders sehen: die Spieler kommen eingespielt zu uns.“

Erster Gegner der Häfler in der Hildesheimer Volksbank-Arena ist am Freitag (14 Uhr/live bei Twitch) der Gastgeber Helios Grizzlys Giesen. Neu bei den Hessen ist unter anderem der Ex-Häfler Jakob Günthör. Jede Mannschaft hat beim Bounce-House-Cup drei Spiele – denn alle Platzierungen werden ausgespielt. Sollte der VfB gegen Giesen gewinnen, könnte im Halbfinale Düren der Gegner sein. Die Berlin Recycling Volleys könnten der mögliche Finalgegner sein.

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