Das Nachtleben in Friedrichshafen: Willkommen in Friedhofshafen?

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Tanzen, feiern, entspannen: Studenten feiern an der Hochschule die „Game-Over“-Party.
Tanzen, feiern, entspannen: Studenten feiern an der Hochschule die „Game-Over“-Party. (Foto: Heidi Friedrich)

Für das Nachtleben der Zukunft gibt es sehr unterschiedliche Szenarien. Hier unser Best Case und unser Worst Case für den Bodensee:

Best Case:

Eigentümer geeigneter Flächen und Gastronomen tun sich zusammen, um Cafés und Kneipen zu eröffnen. Mit guten und durchdachten Konzepten entstehen in Friedrichshafen interessante Orte, die nicht nur Touristen anziehen. Eine erste schicke Bar oder ein Café gibt dabei einen positiven Impuls und ermutigt noch andere Gastronomen dazu, weitere Orte für die Häfler in der Innenstadt zu schaffen. Die zweite Reihe hinter der Uferpromenade wird so gastronomisch aufgewertet, es entsteht ein abwechslungsreiches Angebot, von dem sich junge aber auch ältere Häfler angesprochen fühlen und wo sie sich gerne treffen.

Die Stadtverwaltung erarbeitet gemeinsam mit den Gemeinderäten und den Leitern der Museen ein Museumskonzept 2035, das auch einen Fokus darauf legt, dass sich ein hochwertiges und interessantes gastronomische Angebot im Bereich des Hafens integriert. Dabei bringen sich bei einer Bürgerbeiligung auch Häfler ein,, die so genau abstecken, was sie sich für ihre Stadt wünschen und was fehlt. Das ist ein weiterer erster Schritt dafür, dass sich das Nachtleben in Friedrichshafen wandelt und es so weniger Häfler in umliegende Städte wie Ravensburg oder Konstanz zieht. Bis 2029 entwickelt sich Friedrichshafen zu einem beliebten Treffpunkt in den Abendstunden. Verschiedene Konzepte von Bars, Cafés und Kneipen bieten eine Auswahl für die Bewohner der Stadt und strahlen auch auf das Umland aus.

 

Worst Case:

Das Angebot von Café, Bars und Kneipen in Friedrichshafen bleibt – vor allem im Winter überschaubar – wenn auch der Lammgarten und der Beach Club nicht geöffnet sind. Bei der Neugestaltung des Uferparks kommt es plötzlich anders als erwartet: Der Lammgarten kann nicht an seiner Stelle bleiben und muss umziehen, doch in Friedrichshafen findet er im Bereich der Innenstadt keine geeignete Fläche. So fehlt ein beliebter Treffpunkt, der sowohl Häfler als auch Touristen anzieht.

Das Museumskonzept 2035 hat nicht die Strahlkraft, die sich die Stadtverwaltung und die Leiter er der Museen erhofft haben. Ein integriertes Café hat nicht das richtige Konzept, um Häfler und Touristen gleichermaßen anzusprechen. Das Café schließt nach zwei Jahren wieder, zurück bleibt ein unbelebter Raum und ratlose Häfler und Gemeinderäte. Das Rathaus Café, das der Leiter des Stadtmarketings, Thomas Goldschmidt, 2019 noch als Vorzeige-Konzept deklarierte, schließt plötzlich. Die Betreiber entscheiden, ihr Café nach Ravensburg zu verlegen, weil sie dort noch mehr Publikum erwarten, das sie mit ihrem Konzept ansprechen. Das Café fehlt in der Häfler Innenstadt – genau wie das Belushi, das auch schließt, weil das Publikum in den vergangenen Jahren immer älter wurde und plötzlich ausblieb. 2029 ist Friedrichshafen so unbelebt wie noch nie. Eine Folge: Selbst die Hochschulen haben Schwierigkeiten, Studenten zu finden, die in Friedrichshafen studieren wollen.

 

Sobald die Geschäfte schließen, sind die Straßen in der Innenstadt wie leergefegt. Das könnte sich in Zukunft aber ändern.

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Für das Nachtleben der Zukunft gibt es sehr unterschiedliche Szenarien. Hier unser Best Case und unser Worst Case für den Bodensee:

Best Case:

Eigentümer geeigneter Flächen und Gastronomen tun sich zusammen, um Cafés und Kneipen zu eröffnen. Mit guten und durchdachten Konzepten entstehen in Friedrichshafen interessante Orte, die nicht nur Touristen anziehen. Eine erste schicke Bar oder ein Café gibt dabei einen positiven Impuls und ermutigt noch andere Gastronomen dazu, weitere Orte für die Häfler in der Innenstadt zu schaffen. Die zweite Reihe hinter der Uferpromenade wird so gastronomisch aufgewertet, es entsteht ein abwechslungsreiches Angebot, von dem sich junge aber auch ältere Häfler angesprochen fühlen und wo sie sich gerne treffen.

Die Stadtverwaltung erarbeitet gemeinsam mit den Gemeinderäten und den Leitern der Museen ein Museumskonzept 2035, das auch einen Fokus darauf legt, dass sich ein hochwertiges und interessantes gastronomische Angebot im Bereich des Hafens integriert. Dabei bringen sich bei einer Bürgerbeiligung auch Häfler ein,, die so genau abstecken, was sie sich für ihre Stadt wünschen und was fehlt. Das ist ein weiterer erster Schritt dafür, dass sich das Nachtleben in Friedrichshafen wandelt und es so weniger Häfler in umliegende Städte wie Ravensburg oder Konstanz zieht. Bis 2029 entwickelt sich Friedrichshafen zu einem beliebten Treffpunkt in den Abendstunden. Verschiedene Konzepte von Bars, Cafés und Kneipen bieten eine Auswahl für die Bewohner der Stadt und strahlen auch auf das Umland aus.

 

Worst Case:

Das Angebot von Café, Bars und Kneipen in Friedrichshafen bleibt – vor allem im Winter überschaubar – wenn auch der Lammgarten und der Beach Club nicht geöffnet sind. Bei der Neugestaltung des Uferparks kommt es plötzlich anders als erwartet: Der Lammgarten kann nicht an seiner Stelle bleiben und muss umziehen, doch in Friedrichshafen findet er im Bereich der Innenstadt keine geeignete Fläche. So fehlt ein beliebter Treffpunkt, der sowohl Häfler als auch Touristen anzieht.

Das Museumskonzept 2035 hat nicht die Strahlkraft, die sich die Stadtverwaltung und die Leiter er der Museen erhofft haben. Ein integriertes Café hat nicht das richtige Konzept, um Häfler und Touristen gleichermaßen anzusprechen. Das Café schließt nach zwei Jahren wieder, zurück bleibt ein unbelebter Raum und ratlose Häfler und Gemeinderäte. Das Rathaus Café, das der Leiter des Stadtmarketings, Thomas Goldschmidt, 2019 noch als Vorzeige-Konzept deklarierte, schließt plötzlich. Die Betreiber entscheiden, ihr Café nach Ravensburg zu verlegen, weil sie dort noch mehr Publikum erwarten, das sie mit ihrem Konzept ansprechen. Das Café fehlt in der Häfler Innenstadt – genau wie das Belushi, das auch schließt, weil das Publikum in den vergangenen Jahren immer älter wurde und plötzlich ausblieb. 2029 ist Friedrichshafen so unbelebt wie noch nie. Eine Folge: Selbst die Hochschulen haben Schwierigkeiten, Studenten zu finden, die in Friedrichshafen studieren wollen.

 

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