Das Martinslicht teilen – wer ist dabei?

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 In diesem Jahr gilt es das Martinslicht zu den Menschen zu bringen.
In diesem Jahr gilt es das Martinslicht zu den Menschen zu bringen. (Foto: Uwe Zucchi)

Komisch, dieses 2020. Ein Jahr, das entschleunigt aber gleichzeitig mit vielen liebgewonnenen Traditionen bricht. So feiern die Kinder St. Martin heuer ausnahmsweise nicht mit einem gemeinsamen Laternenumzug und Martinsfeuer. Rappe Nik, der seit drei Jahren den Kluftinger St. Martin durch die Gassen trägt, sieht’s gelassen. Statt rabammelnde Laternenträgern am Umzugsabend hinter sich zu versammeln, mümmelt er gemütlich im Stall sein Heu. Er hätte auch nichts dagegen gehabt, die Kinderaugen mit den Laternen um die Wette leuchten zu lassen. Alternativen wurden angedacht: Ein festgelegter Umzugsweg, vorbei an den Häusern der Kinder, die dort mit ihren Laternen stehen. Doch was machen diejenigen, die nicht am Umzugsweg wohnen? Und wer sorgt dafür, dass nicht mehr als zwei Haushalte beisammen stehen? Zu kompliziert! Dennoch gibt es viele Ideen, dem barmherzigen Martin und seiner guten Taten zu Gedenken. Unter dem Motto „teilt das Licht“ wird dazu aufgerufen am 11. November zwischen 18 und 19 Uhr Kerzen, Laternen oder bunte Lampen ins Fenster zu stellen. Anderswo wird dazu aufgerufen, am Martinsabend zwischen 17 und 19 Uhr einen Familienspaziergang mit Laterne zu unternehmen. Besonders gut gefallen hat mir allerdings die Idee einer Kirchengemeinde in Oberhausen. Sie regt dazu an, selbstgebastelte Laternen oder bunt gestaltete Gläser vor der Kirche aufzustellen. Diese werden später in Altenheime und Pflegeeinrichtungen gebracht. Bekommen wir das organisiert, liebe Häfler?

Wer wäre bereit sich zu engagieren und eine Plattform zu bieten, das Martinslicht zu teilen? Bitte schreiben Sie uns an redaktion.friedrichshafen@schwaebische.de

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