Begutachten das baldige Ende der B 31-Baustelle zwischen der Kitzenwiese und Eriskirch, von links: der Bereichsleiter Tiefbau de
Begutachten das baldige Ende der B 31-Baustelle zwischen der Kitzenwiese und Eriskirch, von links: der Bereichsleiter Tiefbau der Firma Hebel, Hauke Höhn, Jochen Sautter von der Firma Hebel, Amtsleiter Straßenbauverwaltung Tobias Gähr, Michael Kindler und Stefan Müller vom Bau-Team, MdL Lothar Riebsamen und Landrat Lothar Wölfle. (Foto: siegfried grosskopf)
Schwäbische Zeitung
Siegfried Großkopf

Die seit dem 9. April im Umfeld für Verkehrschaos sorgende B 31-Baustelle zwischen der Kitzenwiese und Eriskirch ist seit Donnerstagmorgen befahrbar. Zunächst für die Zeit der Messe „Tuning World“. Anschließend – und wenn das Wetter hält – wird das 3,3 Kilometer lange Sanierungsstück noch einmal für eine Woche zu Markierungsarbeiten geschlossen. Ab Ende nächster Woche und pünktlich zu Pfingsten soll der Verkehr auf einer der höchstbelasteten zweistreifigen Bundesstraße im Land dann endgültig wieder rollen. Zwei Wochen früher als geplant.

Die am Bau beteiligten Verantwortlichen haben sich am Mittwochabend im Beisein von Landrat Lothar Wölfle und dem Bundestagsabgeordneten Lothar Riebsamen (CDU) ein Bild von der 2,5 Millionen Euro teuren Maßnahme (einschließlich Verkehrssicherung und Umleitungsbeschilderung) gemacht. Dabei lobte Amtsleiter Tobias Gähr von der bauleitenden Straßenbauverwaltung des Bodenseekreises die qualitativ mustergültig gelungene Sanierung, die der Verwaltung schon lange am Herzen gelegen habe, denn: 34 000 Fahrzeuge pro 24 Stunden haben mehr als Spuren hinterlassen. Landrat Wölfle berichtete von massiven Auswirkungen vor allem durch den Schwerverkehr und keinen belastungsfähigen Straßen im Sanierungsbereich, auf die man hätte ausweichen können.

„Das Beste“

Die Fahrbahn wurde von Grund auf mit drei 14, acht beziehungsweise vier Zentimetern dicken Schichten hochwertigen Asphalts auf eine Fläche von 50 000 Quadratmetern (etwa 12 Fußballfelder) erneuert. „Das Beste, was es auf dem Markt gibt, wurde eingebaut“, sagte Jochen Sautter vom Team der ausführenden Hebel-Bauleitung der Schwäbischen Zeitung. Davon entfallen 14 000 Quadratmeter auf die Anschlussstellen (Kitzenwiese-Ost wurde gestern noch nicht freigegeben) und 36 000 Quadratmeter auf die Hauptfahrbahn. Das sollte, so Tobias Gähr, für die nächsten 20 Jahre reichen. Wenn dazwischen nicht ein vierspuriger Ausbau erfolgt, wie Lothar Riebsamen hofft.

Mehr als 800 Sattelschlepper fuhren 21 000 Tonnen Fräsgut ab. Knapp 30 000 Tonnen neuer Asphalt wurde von der Anlage der Firma Hebel in Leutkirch mit einer während des Transports isoliert gehaltenen Temperatur von 190 Grad angeliefert. Der Verdichtungsvorgang muss abgeschlossen sein, bevor der Asphalt auf 90 Grad heruntergekühlt ist, erklärte Jochen Sautter. Weshalb „der Walzenfahrer der wichtigste Mann auf der Baustelle ist“, wie Hebel-Betriebsleiter Tiefbau, Hauke Höhn, ergänzte und die partnerschaftliche Zusammenarbeit lobte.

„Wo gehobelt wird, fallen Späne“, berichtete Tobias Gähr von Tausenden von Telefonaten, in denen sich meist Private in den vergangenen Wochen über Belästigungen bis hin zu Beschädigungen beschwerten (wir berichteten). Nicht selten war schuld, dass Fahrer die Beschilderungen nicht beachteten und sich Schlupflöcher durch Wohngebiete suchten, in denen sie nichts verloren hatten.

Noch vor Pfingsten soll der Verkehr wieder dort rollen, wo er hingehört.

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