Daniel Di Leo (rechts, hier im Zweikampf mit dem Ravensburger Simon Kraft) übernimmt zur neuen Saison den VfB als Spielertraine
Daniel Di Leo (rechts, hier im Zweikampf mit dem Ravensburger Simon Kraft) übernimmt zur neuen Saison den VfB als Spielertrainer. (Foto: Christian Metz)
Schwäbische Zeitung

In der Fußball-Landesliga sind in der Rückrunde kaum drei Spieltage absolviert, da gibt es schon den ersten Paukenschlag. Stürmer Daniel Di Leo wird ab der neuen Saison 2018/2019 Spielertrainer des VfB Friedrichshafen. Ihm zur Seite steht der bisherige Co-Trainer Giovanni Rizzo. Der scheidende Trainer Christian Wucherer, der gerne noch ein Jahr das Team trainiert hätte, verlässt nach fast fünf Jahren die Häfler.

„Wir standen vor der Situation, dass Christian sich beruflich innerhalb der ZF Friedrichshafen AG verändert und er deshalb weniger Zeit hat, um sich um die Mannschaft zu kümmern. Dann haben wir uns entschieden, einen Cut zu machen und einen neuen Trainer zu holen“, sagt Dalibor Buspanovic. Der Abteilungsleiter der VfB-Fußballer wollte einen Trainer holen, der mit dem VfB eng verbunden ist. Nach längerer Überlegung entschied man sich für Daniel Di Leo, der den Verein aus dem Effeff kennt.

Er wird gemeinsam mit Giovanni Rizzo in der neuen Saison die sportliche Leitung des Fußball-Landesligisten übernehmen. „Es sollte ein Trainer sein, der mit Herzblut den VfB trainiert und unsere Philosophie mit jungen, eigenen Spielern zu arbeiten, umsetzen kann“, betont Buspanovic. So wie zum Beispiel der Oberligist FV Ravensburg, der ein ähnliches Modell hat und wo Daniel Di Leo selbst spielte.

Daniel Di Leo sei ein Führungsspieler und er hätte die Qualitäten diese Aufgabe zu übernehmen. „Ich werde in den kommenden Wochen meine B-Lizenz machen und freue mich auf die Aufgabe, auch wenn es sicherlich nicht einfach ist, auf einmal Freunde zu kritisieren“, meint Daniel Di Leo.

15 Spieler haben bereits für die neue Saison zugesagt

Am Donnerstag wurde es der Mannschaft offiziell mitgeteilt. Die Spieler sollen die Nachricht, bis auf ein, zwei Ausnahmen, sehr positiv aufgenommen haben. „15 Spieler haben für die neue Saison bereits zugesagt. Die Gespräche mit den anderen laufen“, sagt Buspanovic.

Daniel Di Leo sieht sich als Trainer, dem ein 2:0 lieber ist als ein 5:3. Wichtig sei eine gute Abwehr, die wenig zulasse. Seine Arbeit will er mit digitalen Hilfsmitteln unterstützen. Der 33-Jährige ist auch ein großer Fan von Video-Analysen. „Wir spielen zwar in der Landesliga, aber warum sollen wir moderne Hilfsmittel nicht auch im Amateurbereich nutzen?“, fragt er und ist überzeugt, dass diese Methode bei den Spielern gut ankommen werde.

Scheidender Trainer wollte noch eine Saison weitermachen

Der scheidende Trainer Christian Wucherer hätte gerne noch ein Jahr weitergemacht. Seit fast fünf Jahren ist er in verschiedenen Funktionen beim VfB Friedrichshafen. In seiner neuen Aufgabe ist er einem Konzernressort unterstellt, das am Vorstandvorsitzenden der ZF, Wolf Henning Scheider, hängt. „Natürlich nimmt mich die neue Aufgabe mehr in Anspruch, aber ich hätte mir durchaus noch eine Saison beim VfB vorstellen können“, sagt er auf Anfrage. Die Verantwortlichen des VfB Friedrichshafen um Abteilungsleiter Buspanovic sahen es anders. „Ich denke, dass die neue Lösung gut ist. Christian hat bei uns einen sehr guten Job gemacht und deshalb wollen wir ihn für eine andere Funktion bei uns begeistern. Die Gespräche laufen“, betont Buspanovic.

Eines stellt der VfB-Abteilungsleiter aber klar: „Wir werden keine finanziellen Risiken eingehen. Wenn wir neue Spieler holen sollten, dann müssen sie in unser Gehaltsgefüge passen. In Sachen Geld sind wir in der Landesliga Mittelmaß.“

Daniel Di Leo hat gegenüber dem Abteilungsleiter unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass er erst ab dem 1. Juli zur Verfügung stehe, vorher nicht. Der 33-Jährige hat bei der MTU das Schichten aufgehört und deshalb kann er, gemeinsam mit Giovanni Rizzo, alle Trainingseinheiten leiten. Dalibor Buspanovic ist überzeugt, dass die Fußball-Abteilung des VfB Friedrichshafen eine gute Wahl getroffen hat. Daniel Di Leo sei verwurzelt mit dem Verein und deshalb der Richtige.

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