Spannend: Wolfgang von Zeppelin erklärt die Funktionsweise einer „Atmosphärischen Flugkolben-Gasmaschine“. Bild: Geiselhart
Spannend: Wolfgang von Zeppelin erklärt die Funktionsweise einer „Atmosphärischen Flugkolben-Gasmaschine“. Bild: Geiselhart (Foto: Brigitte Geiselhart)

Es knattert, zischt und pufft – und viele Augen richten sich auf Wolfgang von Zeppelin, der die Funktionsweise einer historischen „Atmosphärischen Flugkolben-Gasmaschine“ erklärt und damit für Spannung und Interesse bei seinen Zuhörern sorgt. Aber auch sonst war jede Menge los beim Sommerfest, zu dem der „Freundeskreis Maybach Museum“ bei besten äußeren Bedingungen am Freitagabend in den Charlottenhof eingeladen hatte.

Natürlich wurden vor allem auch die bis ins Jahr 1860 zurückreichenden Verbrennungskraftmaschinen bewundert, die von den „Dampffreunden Friedrichshafen“ präsentiert wurden. „Ja, die Faszination für den Modellbau verbindet uns. Wir treffen uns einmal im Monat und waren auch schon auf verschiedenen Ausstellungen vertreten“, erzählt „Dampffreund“ Norbert Messmer. „Und wenn die Leute dann begeistert sind, dann freut uns das natürlich umso mehr.“

Zufrieden mit dem Verlauf des Sommerfests waren aber auch die Mitglieder des Freundeskreises Maybach Museum, allen voran die Vorstandsmitglieder Friedrich Beck, Siegfried Rehm, Andrea Böttcher und Felix Bopp. Der Verein wurde 2015 gegründet, hat heute mehr als 200 Mitglieder und seither regelmäßig Vorträge, Exkursionen und auch eine Ausstellung im Stadtarchiv initiiert.

Gerade beim jüngeren Publikum kam eine weitere Kooperation gut an. Die Wissenswerkstatt Friedrichshafen lud Kinder dazu ein, einen eigenen kleinen Küchenhelfer herzustellen. Mit Lötkolben, Schraubendrehern und anderen Werkzeugen durfte im wahrsten Sinne des Wortes Hand angelegt werden, um mit der Pfannenbodenbürste „Easy Brush“ dem Schmutz auf die Pelle zu rücken. Eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen durfte. Ideengeber dazu war übrigens ein Fünfeinhalbjähriger. „Mein Sohn findet Technik zum Anfassen super“, sagt Andrea Böttcher. „Deshalb fragte ich bei der Wissenswerkstatt an und bin sofort auf offene Ohren gestoßen.“ Freude auch bei Wissenswerkstatt-Leiter Robert Vöhringer, der einige „Stammgäste“, aber auch zahlreiche Neulinge begrüßen darf. Als echter Experte mit Löterfahrung erweist sich zum Beispiel der elfjährige Thilo Hirscher aus Markdorf. Seine Idee, ob man die „Easy Brush“ auch zuhause ausprobieren kann, stößt bei seiner Mutter Anita sofort auf Gegenliebe. „Wir haben eine spontane Familienradtour hierher gemacht“, sagt sie. „Es ist einfach toll, auf welche Art hier Wissen vermittelt wird“, ergänzt ihr Mann Daniel. Aber es gab für die Familie noch mehr Motivation, zum Sommerfest des Freundeskreises Maybach Museum zu kommen. Schließlich hat Opa Bernd Hirscher schon 1961 bei Maybach angefangen. „Damals hieß die Firma noch Maybach Motorenbau“, weiß er natürlich noch genau. Eine weitere gute Sache: Die ersten 200 Kugeln Eis für alle unter 18 Jahren gibt’s umsonst. Sie waren von der Wilhelm & Karl Maybach Stiftung spendiert worden.

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