Dürens Sebastian Gevert im Angriff. Berlins Außenangreifer Adam White versucht ihn zu blocken. Am Ende gewinnen die Powervolley
Dürens Sebastian Gevert im Angriff. Berlins Außenangreifer Adam White versucht ihn zu blocken. Am Ende gewinnen die Powervolleys in der Hauptstadt mit 3:2. (Foto: imago)

Zweimal spielen die Volleyballer des VfB Friedrichshafen innerhalb einer Woche in der Häfler ZF-Arena gegen die Powervolleys aus Düren. Am heutigen Donnerstag steht das Bundesligaspiel an, danach das Halbfinale (13. Dezember, 18 Uhr) um den DVV-Pokal. SZ-Mitarbeiter Donato Iasi und Giuseppe Torremante haben beide Teams in verschiedenen Elementen verglichen.

Der Angriff: Düren spielt oft erfolgreich das erste Tempo, das heißt über die Mitte. Tim Broshog und Michael Andrei sind in dieser Saison dabei äußerst erfolgreich. Mit dem Linkshänder Sebastian Gevert haben sie zudem einen guten Diagonalangreifer, der sehr hart aufschlägt und im Angriff wenig Fehler macht. Die beiden Außen-Annahme-Spieler Romans Sauss und Florian Lacassie unterstützen Gevert. Im Vergleich zum VfB Friedrichshafen ist die Diagonale etwas besser besetzt, doch die Außenangreifer sind beim VfB deutlich besser. David Sossenheimer und Athanasios Protopsaltis nehmen besser an und sind auch im Angriff wirkungsvoller. Der Mittelblock schenkt sich nichts. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der VfB hier einen kleinen Vorteil hat.

Die Annahme: Hier ist der VfB Friedrichshafen deutlich stärker als Düren. David Sossenheimer, Athanasios Protopsaltis und Libero Markus Steuerwald machen weniger Fehler als ihre Konkurrenten aus Düren.

Der Block: Beide Mannschaften blocken sehr gut. Hier gibt es kaum Unterschiede. Es wird also auf die Tagesform ankommen.

Der Aufschlag: In der vergangenen Saison hatte der VfB Friedrichshafen mit den Flatteraufschlägen Erfolg. In dieser Saison lässt VfB-Trainer Vital Heynen mehr Risiko zu. Die Häfler versuchen nun, vermehrt mit Sprungaufschlägen die gegnerische Annahme zu knacken. Auf Dürener Seite sind Zuspieler Tomas Kocian und Diagonalangreifer Sebastian Gevert die Spieler, die Service mit Risiko bieten. An guten Tagen richten sie enormen Schaden an. Hier liegen beide Teams gleichauf.

Zuspieler: Tomas Kocian hat beim VfB Friedrichshafen gezeigt, dass er eine Mannschaft erfolgreich führen kann. In Düren ist er nun erster Zuspieler. Es wird darauf ankommen, wie er mit dem Druck zurechtkommt. Der neue VfB-Zuspieler Jakub Janouch hatte keinen guten Start, wird aber immer besser. Im ersten Champions-League-Spiel gegen ACH Volley Ljubljana zeigte er er beim 3:0 eine ganz starke Leistung.

Fazit: Das Spiel zwischen dem VfB Friedrichshafen und Düren ist offen. Was zeigt der Gegner am Donnerstag? Will er den VfB einlullen und dann eine Woche später beim Pokalspiel zuschlagen? Wenn die Taktik des VfB (Block-Abwehr) aufgeht, dann ist es für Düren schwer, zu gewinnen. Allerdings haben die Häfler in der laufenden Saison auch Schwächen gezeigt. Die „Schwäbische Zeitung“ ist sich sicher, dass beide Spiele einen spannenden Verlauf haben werden. In der Tabelle belegt der VfB nach sechs Spielen mit 15 Punkten hinter Spitzenreiter Hypo Tirol Alpenvolleys Haching Platz zwei. Düren ist mit acht Punkten derzeit Siebter, hat aber zwei Spiele weniger ausgetragen als der VfB.

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