Corona: Neue Gruppe bietet in Friedrichshafen Hilfe an

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Menschen halten die Hände zusammen
Susanne Maasch hat für Friedrichshafen eine Hilfsgruppe gegründet, in der Menschen in Not geholfen werden soll, die wegen Corona zuhause sind oder nicht mehr einkaufen können. (Foto: Susanne Maasch)

Auch in Friedrichshafen hat sich eine Gruppe auf der Internetplattform Facebook gegründet, die Hilfe anbietet. In Kooperation mit der bereits bestehenden Markdorfer Gruppe hat Susanne Maasch die Beschreibung und Organisation mit den Markdorfer Administratoren abgestimmt.

Auch in Friedrichshafen steigt die Mitgliederzahl dieser Gruppe namens „Nebenan-Nachbarschaftshilfe in Friedrichshafen“ enorm an. Traudel Mara Günther ist zusätzliche Administratorin der Gruppe.

Große Hilfsbereitschaft

Die Hilfsbereitschaft ist groß. Die Gründerin der Gruppe schreibt: „Wir möchten hier eine Nachbarschaftshilfe aufbauen - eine Kontaktbörse für Hilfsgesuche und Angebote. Wer kann im Moment nicht mit dem Hund Gassi gehen? Wer kommt nicht mehr zum Einkaufen? Wer hat ganz andere Probleme? Hier wollen wir helfen - als Kontaktbörse. Jeder darf Hilfsangebote stellen oder hier um Hilfe bitten. Jede Form der Hilfe darf hier gesucht werden.“

Keine Kinderbetreuung durch Fremde

Auch Susanne Maas betont, nur eine Vermittlergruppe zu sein. Und das mit Recht. Schon die Markdorfer Gruppe hat die Angebote und Hilfesuche nach Kinderbetreuung unterbunden.

Polizeikommissar Peter Köstlinger, mit dem der Markdorfer Admin Matthias Schopf Kontakt aufgenommen hatte, riet dringend vor der Fremdbetreuung ab. „Ohne zu wissen, mit welchen Qualifikationen, Ausstattung, oder sonstigem die wildfremden Menschen ausgestattet sind, ist es nicht zu verantworten, die Kinder so betreuen zu lassen“, sagt Köstlinger.

„Es gelten die üblichen Sicherheitsvorkehrungen und -bedenken im Umgang mit Fremden was die Herausgabe persönlicher Daten, Geld und andere Dinge betrifft. Hier können wir natürlich keine Haftung übernehmen“, sagt Susanne Maasch.

Wer in der Gruppe denke, dass er mit der Krise ein paar Euro machen kann, sei absolut falsch am Platz. Aufwandsentschädigungen können natürlich vereinbart werden.

Die beiden Hilfsgruppen arbeiten zusammen und sprechen sich untereinander ab. Viele Mitglieder sind auch in beiden Gruppen angemeldet. Zugleich gibt es aber hier und da Gruppen von Menschen die meinen, sich im Netz profilieren zu müssen.

So baut in Konstanz jemand eine Gruppe, die sich gleich um die Landkreise Villingen-Schwenningen, Konstanz und Bodenseekreis kümmern will. Das ist utopisch, sagt Matthias Schopf, der zusammen mit Dilek Ellerbrock in Markdorf aktiv ist.

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