Notfallsanitäter Stephan Klötzer, Notärztin Sylvia Luigart und Pilot Thomas Carl (v.l.) vom Team des Rettungshubschraubers Chri
Notfallsanitäter Stephan Klötzer, Notärztin Sylvia Luigart und Pilot Thomas Carl (v.l.) vom Team des Rettungshubschraubers Christoph 45 gratulieren dem Fischbacher Kindergarten St. Christophorus zum 50-jährigen Bestehen mit einem Bild. (Foto: Thomas Warnack)

Der katholische Kindergarten St. Christophorus in Fischbach feiert am Sonntag sein 50-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums richten der Kindergarten und die Kirchengemeinde St. Magnus ein Fest aus. Und eine Überraschung wird es auf jeden Fall geben: Das Team des Rettungshubschraubers Christoph 45, der beim Krankenhaus in Friedrichshafen stationiert ist, hat sich etwas Besonderes für die Kinder überlegt. Die Rettungskräfte werden dem Kindergarten ein großes Bild überreichen, mit dem sie gratulieren.

Anlass für diese Geste ist die Namensgleichheit von Hubschrauber Christoph 45 und Kindergarten St. Christophorus. Außerdem kennen sich Kindergarten und Rettungskräfte aus der Luft: Sie sehen sich gegenseitig, wenn der Hubschrauber bei seinen Einsätzen über den Kindergarten hinwegbraust.

Hubschrauber und Kindergarten passen gut zusammen

Doch das sind nicht die einzigen Gemeinsamkeiten, die Christoph und Christophorus haben, erläutert Pfarrer Michael Benner. In der Legende des Heiligen heißt es, dass der Riese Christophorus nur den Mächtigsten dienen wollte. Auf seiner Suche gerät er schließlich zu Gott und beginnt, Menschen über einen Fluss zu tragen. Eines Tages trägt er ein kleines Kind, das anfangs leicht ist, dann aber immer schwerer wird. „Ich glaube, ich trage die ganze Welt“, sagt der Riese. Es ist das Jesuskind und es erklärt ihm, dass es als Heiland die Last der Welt trägt. Wegen dieser Legende wurde Christophorus zum Patron der Reisenden.

„Mit dem Hubschrauber ist es ähnlich wie mit Christophorus“, sagt Michael Benner, der seinen Zivildienst als Rettungsassistent beim Roten Kreuz leistete und schon bei vielen Einsätzen dabei war. „Der Hubschrauber trägt auch Menschen über lebensgefährliche Situationen hinweg und rettet sie.“ Es habe ihn immer schon berührt, wenn der Rettungshubschrauber zu seinen Einsätzen fliegt und Menschen in schwierigen medizinischen Situationen in kurzer Zeit an die richtige Stelle bringt. „Das ist ein großer Aufwand an Material und Ausstattung, vor allem aber für die Mannschaft“, sagt der Pfarrer. „Das zeigt, dass uns das Leben so viel wert ist.“

Auch der Kindergarten folge dem Vorbild des heiligen Christophorus und trage die Kinder. In der Einrichtung werde dafür gearbeitet, dass die Kinder stabil aufwachsen, mit einer stabilen Gesundheit und einer stabilen Psyche. Im christlichen Verständnis gehöre dazu auch Gott, der den Kindern Schutz gebe und auf sie aufpasse. Und deswegen passen sie ganz gut zusammen, Christoph 45 und St. Christophorus.

Am Sonntag wird gefeiert

Der katholische Kindergarten St. Christophorus beginnt am Sonntag um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst in St. Magnus. Anschließend wird auf dem Kirchplatz das Gemeindefest gefeiert, das normalerweise immer an Fronleichnam stattfindet. Auf dem Kirchplatz gibt es dann Essen und Trinken. Anlässlich der Feier öffnet der Kindergarten am Sonntag seine Türen. Interessierte können sich das Gebäude anschauen, das innen und außen saniert wurde. Für die Kinder gibt es Kasperletheater.

Um 13 Uhr segnet Pfarrer Michael Benner den Garten, der ebenfalls saniert wurde und neue Spielgeräte erhalten hat, darunter einen großen Zeppelin aus Holz. Dieser erinnert an die Zeppelin-Stiftung, die zusammen mit der Kirchengemeinde und der Stadt Friedrichshafen, die Sanierung für insgesamt 1,2 Millionen Euro finanziell unterstützte.

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