Christian Pampel zu stark für die Youngstars

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Gunthild Schulte-Hoppe

Die Volley Youngstars haben am Sonntag das Zweitliga-Derby gegen den gut 20 Kilometer entfernt beheimateten TSV Mimmenhausen mit 1:3 (18:25, 25:21, 21:25, 19:25) verloren. Als wertvollster Spieler sind der Häfler Libero Johann Reusch und Christian Pampel ausgezeichnet worden.

Eine gute halbe Stunde vor Anpfiff herrscht gelöste Stimmung am Spielfeldrand: Die Youngstars-Trainer Adrian Pfleghar und Bogdan Jalowietzki begrüßen Mimmenhausens Coach Christian Pampel herzlich, plaudern etwas mit „Pampi“ und Ehefrau Barbara, die beim TSV fürs Scouting zuständig ist. Dabei erfahren die Häfler auch, dass Mimmenhausen nach dem Fünfsatzsieg am Vortag erst um 2 Uhr morgens aus Freiburg zurückgekommen war.

Auf dem Spielfeld ließen die Gäste aus dem Badischen hingegen weder Müdigkeit erkennen, noch machte Pampel im Laufe der fast zweistündigen Partie Freundschaftsgeschenke. Vielmehr stellte der TSV-Diagonalangreifer die jungen Häfler mit äußerst variablen Angriffsbällen und harten Aufschlägen ein ums andere Mal auf die harte Probe. Unterstützung bekam er unter anderem von den Außenangreifern Lukas Ott und Jonas Hoffmann. „Es wäre definitiv mehr drin gewesen, wenn wir unsere Annahme schneller in den Griff bekommen hätten“, lautete Pfleghars Kurzanalyse nach dem Spiel. Immerhin: In Satz zwei dominierten die Youngstars über weite Strecken über die erfahrenen Mimmenhausener und entschieden den Satz zu ihren Gunsten.

„Die Phasen, in denen wir konstant gut spielen, werden länger“, bilanziert Außenangreifer Leon Meier nach dem Spiel. „Aber wir müssen lernen, den Druck über mehrere Sätze aufrecht zu halten.“ Zuspieler Tobias Hosch kommt zu einem ähnlichen Urteil: „Am Ende des dritten Satzes und im vierten Satz haben wir es selbst verbockt, weil wir unkonzentriert waren und zu viele Fehler gemacht haben.“ Zu oft landeten Aufschläge und Angriffe im Aus, anstatt den Boden im gegnerischen Feld zu berühren. Es sei verständlich, dass so ein junges Team Fehler macht. „Aber sie machen keine dummen Fehler“, lobt Christian Pampel nach dem Spiel im Interview mit Hallensprecher Frank Zender.

Auch wenn die Jungs vom Bundesstützpunkt eine erneute Niederlage hinnehmen mussten, kann Kapitän Leon Zimmermann der Partie vor fast 500 Zuschauern etwas Gutes abgewinnen. „Es hat Spaß gemacht, vor so einer Kulisse zu spielen.“

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