Celine Schmidt auf dem Weg in die Taekwondo-Weltspitze

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 Der BSV Friedrichshafen zählt im Taekwondo zu Europas Spitzenteams. V. l. stehend: Trainer Markus Kohlöffel und Dimitrij Schmid
Der BSV Friedrichshafen zählt im Taekwondo zu Europas Spitzenteams. V. l. stehend: Trainer Markus Kohlöffel und Dimitrij Schmidt, Moustapha Kama, Faysal Sawadogo, Razak Alfaga, Celine Schmidt, Vera Kachowitsch, Daniel Drosdowski, Bundestrainer Boris Winkler. V. l. kniend: Yassine Trabelsi, Aleksander Radojkovic, Maharana Amadou, Jolanta Tarvida, Ismael Yacouba. Vorne: Inese Tarvida. (Foto: Verein)
Schwäbische Zeitung

Bei Stationen in Eindhoven, Lommel und Hamburg haben die Taekwondo-Kämpfer des Bodensee-Schulsport-Vereins (BSV) Friedrichshafen kräftig Medaillen gesammelt. Insgesamt gingen bei den drei bedeutendsten Weltranglistenturnieren Europas 15 Medaillen (dreimal Gold/sechsmal Silber/sechsmal Bronze) an die Schützlinge der Trainerriege um Markus Kohlöffel, Boris Winkler und Dimitrij Schmidt.

Den Anfang machte das G1-Weltranglistenturnier in Eindhoven, die Dutch Open. Hier standen gleich vier Friedrichshafener im Finale. Inese Tarvida (Damen bis 53 Kilogramm) sowie Faysal Sawadogo (Herren bis 80 Kilogramm) sicherten sich den Turniersieg und Celine Schmidt (Damen bis 67 Kilogramm) erkämpfte sich mit einem sensationellen Sieg über die französische Olympiazweite von 2016, Weltmeisterin, zweifache Grand-Prix-Siegerin und dreifache Europameisterin, Haby Niaré, die Silbermedaille. Das teilt der Verein mit. Vera Kachowitsch (Jugend A bis 49 Kilogramm) belohnte sich ebenfalls mit Silber und Bronze ging an Ismael Yacouba (Herren bis 68 Kilogramm).

Bei den Belgian Open in Lommel, einem G2-Weltrangslistenturnier bei dem die doppelte Anzahl an Weltranglistenpunkte vergeben wird, machten Moustapha Kama (Herren bis 54 Kilogramm) sowie Daniel Drosdowski (Jugend B bis 41 Kilogramm) mit jeweils einer Silbermedaille und insbesondere erneut Celine Schmidt (Damen bis 67 Kilogramm) auf sich aufmerksam. Sie schlug die Olympiazweite von 2012 und Olympiadritte von 2016, Weltmeisterin, zweifache Grand-Prix-Gewinnerin und vierfache Europameisterin, Nur Tatar aus der Türkei, und kam zu Bronze. Damit hat sich die erst 18-jährige Häflerin in den Favoritenkreis für die WM-Fahrkarte nach Manchester im Mai gekämpft.

Die German Open in Hamburg (G1) wurden mit insgesamt sieben Medaillen zum Heimspiel der BSV-Kämpferriege. Razak Alfaga (Herren-Schwergewicht über 87 Kilogramm) meldete sich nach seiner hinteren Kreuzbandruptur mit dem Turniersieg in die Weltspitze zurück und ließ den Russen Vladislav Larin, aktuelle Nummer 1 der Welt, Vize-Weltmeister, fünffachen Grand Prix-Sieger und Doppel-Europameister, hinter sich. Silbermedaillen gingen an Maharana Amadou (Herren bis 54 Kilogramm) und Faysal Sawadogo (Herren bis 80 Kilogramm). Jolanta Tarvida (Damen bis 57 Kilogramm), Aleksander Radojkovic (Herren bis 80 Kilogramm) und Yassine Trabelsi (Herren bis 87 Kilogramm) bekamen die Bronzemedaille umgehängt.

Mit neun Finalteilnahmen bei den europäischen Weltranglistenturnieren untermauert der BSV Friedrichshafen seinen Erfolg bei den Club-Europameisterschaften in Thessaloniki, bei denen er alle Teams hinter sich ließ und Europameister wurde. „Unsere Mannschaft ist so stark wie nie“, freut sich BSV-Macher Markus Kohlöffel über die Leistungen seiner Mannschaft.

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