Canisiuskirche bleibt fünf Monate geschlossen

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Pfarrer Bernd Herbinger freut sich auf den September, wenn er wieder Messen in der Canisiuskirche halten kann. In der Zwischenze
Pfarrer Bernd Herbinger freut sich auf den September, wenn er wieder Messen in der Canisiuskirche halten kann. In der Zwischenzeit weicht die Gemeinde auf den Gemeindesaal nebenan aus. (Foto: sapo)

Die Elektronik in der Canisiuskirche ist in die Jahre gekommen. Deshalb werden die Leitungen in den Sommermonaten vollständig erneuert. Die Gemeinde weicht während dieser Zeit in den benachbarten Gemeindesaal aus.

Die Erneuerung der Elektronik ist Teil eines zweistufigen Sanierungsplans. Im Sommer des vergangenen Jahres ist der erste Teil des Umbaus abgeschlossen worden. In diesem Abschnitt hat die Gemeinde einen neuen Altarraum bekommen, der am 1. Oktober vergangenen Jahres feierlich geweiht worden ist. „Im Zuge des Umbaus ist festgestellt worden, dass die Elektronik in der 90 Jahre alten Kirche erneuert werden muss“, sagt Pfarrer Bernd Herbinger.

Pfarrer Bernd Herbinger sieht den Umbau gelassen. „Wir werden aus der Not eine Tugend machen. An Sonntagen kommen meist rund 250 Menschen in den Gottesdienst, viele Plätze bleiben frei. Im Gemeindesaal werden wir vollbesetzt sein“, sagt er. Die Gottesdienste abgesehen von Sonntag werden außerdem in der Krypta gefeiert. Mitglieder aus der Gemeinde haben bereits zugesichert, den Saal an jedem Sonntag herzurichten. Während des Umbaus im vergangenen Jahr mussten die Mitglieder der Gemeinde in die Kirche St. Nikolaus ausweichen. „Besonders für ältere Gemeindemitglieder war der Weg dorthin oft beschwerlich“, sagt Herbinger. Deshalb sei er froh, dass in diesem Jahr eine andere Lösung gefunden worden sei.

Canisiuskirche feiert 90. Geburtstag im September

Die Canisiuskirche ist im Jahr 1928 erbaut worden. Viele der Stromleitungen seien aus Textil und sehr lang. „Man darf sich das nicht vorstellen wie bei einem Haus“, sagt Herbinger. Der Umbau sei deutlich zeitintensiver. Im Zuge der Sanierung werden aber nicht nur die Elektroleitungen ausgetauscht, auch die Bankheizung wird erneuert. „Normalerweise müssten die Bänke dabei vollständig ausgebaut werden“, sagt Herbinger. „Damit wir Zeit gewinnen, werden die Männer aber beim Austausch auf dem Rücken liegen und die neuen Heizung aus dieser eher unbequemen Position einbauen“, sagt Herbinger. Außerdem wird die Beleuchtung erneuert. „Wir werden einzelne Teile gezielter ausleuchten können“, sagt Herbinger.

Die Maßnahme in der Kirche wird rund 500 000 Euro kosten. Die Kosten werden zu 20 Prozent von der Diözese gedeckt. Außerdem wird die Gemeinde mit Geldern aus der Gesamtkirchengemeinde unterstützt.

Mit der Erneuerung, die in diesem Jahr ansteht, sei der Kircheninnenraum dann erst einmal fertig umgebaut. „Es ist aber schon abzusehen, dass wir im kommenden Jahr die Fugen am Kirchenturm erneuern müssen“, sagt Herbinger. Denn leider sei die Bausubstanz der Kirche nicht die allerbeste. Bei dieser Maßnahme müssen die Gemeindemitglieder aber nicht aus der Kirche ausziehen, sie können auch während des Umbaus am Turm ihre Gottesdienste in der Kirche feiern.

Kommunionskinder kommen zum letzten Gottesdienst

Der letzte Gottesdienst in der Canisiuskirche vor Beginn der Sanierung wird am morgigen Sonntag, 8. April, gefeiert. An diesem Tag findet auch die Erstkommunion in der Gemeinde statt. „Uns war es wichtig, dass wir zu diesem Anlass noch in der Kirche sein können“, sagt Herbinger. Am kommenden Montag beginnen dann die ersten Arbeiten in der Kirche. „Dann werden unser Altar und die Bilder eingepackt“, sagt Herbinger. Der erste Gottesdienst nach der Sanierung soll am Sonntag, 9. September, in der Kirche gefeiert werden.

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