Ein eindrucksvolles Sommerkonzert geben Chor und Orchester der Camerata Serena in St. Stephan.
Ein eindrucksvolles Sommerkonzert geben Chor und Orchester der Camerata Serena in St. Stephan. (Foto: pr)
Schwäbische Zeitung

Nach der ergreifenden Aufführung des Requiems von Johannes Brahms im März im Graf-Zeppelin-Haus Friedrichshafen widmet sich der Friedrichshafener Kammerchor Camerata Serena unter der Leitung ihres Dirigenten Nikolaus Henseler in diesem Sommer wieder der a-cappella-Literatur. Die Konzerte finden am Samstag, 30. Juli, im Festsaal des Klosters Ravensburg-Weißenau, sowie am 31. Juli in der Franziskanerkirche Überlingen statt, jeweils um 19 Uhr bei freiem Eintritt. Das Programm bietet klangliche Kostbarkeiten aus ganz Europa. „Wir sind sehr glücklich, dieses Programm in solch herrlichen Räumen wie dem Festsaal Weißenau und der Franziskanerkirche Überlingen aufführen zu dürfen.“

Außerdem können die Zuhörer auf ein reines Symphoniekonzert unter Nikolaus Henselers Leitung vorausblicken: Mit dem Orchester „La Banda“, das bereits bei der Johannes-Passion 2015 und dem Brahms-Requiem eine tragende Rolle spielte, führt er Beethovens Coriolan-Ouvertüre, die siebte und die achte Symphonie auf – ein Herzensanliegen, wie Henseler beschreibt: „Das Orchester und ich haben uns auf Anhieb so gut verstanden, dass wir unbedingt einmal ein gemeinsames symphonisches Projekt angehen wollten. Mit diesem Beethoven-Programm können wir alle Farben und Kontraste des Orchesters ausreizen, die wir in großer Spielfreude präsentieren werden. Wir freuen uns alle unglaublich auf eine intensive Zusammenarbeit.“ Die Konzerte gibt es am 17. September im Ravensburger Konzerthaus und am 18. September im Graf-Zeppelin-Haus Friedrichshafen zu hören.

In vielen Konzerten der Camerata Serena spielten große deutsche Komponisten eine tragende Rolle, Grund genug, mit den a-cappella-Konzerten am kommenden Wochenende neue Wege zu beschreiten: Unter dem Titel „Europäische Klangwelten“ werden unter anderem die Engländer Purcell und Elgar, die Franzosen Debussy und Rondeau, die Italiener Frescobaldi und Gesualdo sowie der Russe Rachmaninov aufgeführt. „Sowohl die verschiedenen gesprochenen Sprachen als auch die verschiedenen Klangsprachen üben den Reiz der Werke aus. Ein französischer Komponist entwickelt ein anderes Klangbild für einen Chor als ein englischer oder russischer, das ist extrem eindrucksvoll und verwöhnt den Zuhörer“, schwärmt Henseler. Dazu kommt, dass nicht nur die verschiedensten Länder klanglich bereist werden, sondern auch alle Epochen – von der Spätrenaissance bis zur klassischen Moderne ist alles dabei. „Es ist sicher das bunteste Programm, das wir bisher aufgeführt haben. Vor allem emotional ist es sehr anspruchsvoll, denn wir müssen in kurzen Abständen Sehnsucht, Friede, Trauer, Hoffnung und Freude realisieren.“ Geistliche und weltliche Werke werden dabei gleichberechtigt vorkommen.

Trompeten und Posaunen

Unterstützt wird die Camerata Serena erstmals von einem Quartett aus zwei Trompeten und zwei Posaunen, die stimmungsvolle Intermezzi gestalten werden. In der „Music for the funeral of Queen Mary“ treten Bläser und Chor zudem gemeinsam auf.

Die Camerata Serena führt dieses Sommer-Projekt mit 26 Stimmen auf, die in dieser Konstellation sowohl für die intimen, wie für die ekstatischen Momente ausgesucht wurden.

Weitere Informationen unter

www.camerataserena.de

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