Borger und Sude bleiben im mexikanischen Sand

 Julia Sude (li.) und Karla Borger starten auch beim dritten Turnier in Folge in Mexiko.
Julia Sude (li.) und Karla Borger starten auch beim dritten Turnier in Folge in Mexiko. (Foto: Alejandro Gutiérrez Mora/FIVB)
Schwäbische Zeitung

Beim zweiten von vier Drei-Sterne-Turnieren sind Karla Borger und Julia Sude das beste deutsche Team gewesen. Auch beim dritten Turnier in Mexiko wollen die Beachvolleyballerinnen wieder voll angreifen. Die klimatischen Bedingungen haben sich wenige Tage nach dem ersten von drei Turnieren der coronabedingten kurzen World Tour 2021 kaum verändert. Am Playa Delfines in Cancún bleibt es schwül-heiß und sehr windig.

Doch die Teams der Weltspitze haben sich längst daran gewöhnt. Genauso wie an die Hygiene-Auflagen vor Ort, die die Ansteckungsgefahr reduzieren sollen. Für Karla Borger und die Friedrichshafenerin Julia Sude, die für die DJK TUSA 06 Düsseldorf starten, war beim zweiten Turnier in Mexiko im Viertelfinale Schluss. Nach einem wechselhaften Auftritt unterlagen sie mit 0:2 (18:21, 8:21) den Russinnen Svetlana Kholomina/Nadezda Makroguzova.

Respekt von der Nummer eins

Mit dem fünften Rang sammelten die Deutschen 6000 US-Dollar Preisgeld und 480 Punkte für die Weltrangliste. Viel mehr zählt wohl der Sieg über die Weltranglistenersten Sarah Pavan/Melissa Humana-Paredes, der ihnen gelang. Die Kanadierinnen, amtierende Weltmeisterinnen, sind durch diese Niederlage das erste Mal seit Mai 2019 nicht unter die besten fünf Teams eines Turniers gekommen. Nach dem 2:0-Erfolg (21:14, 21:15) der Deutschen zollte Sarah Pavan auf ihren Social-Media-Känalen höchsten Respekt vor der Leistung von Borger/Sude: „Manchmal trifft man auf ein Team, das voll im Tunnel ist und einen Auftritt zelebriert, der nahezu perfekt ist. Wir haben bis zum Schluss gekämpft und alles reingehängt, aber konnten nichts dagegen tun.“

Diese Energieleistung riefen Borger/Sude im bereits dritten Auftritt des Tages ab und sorgten damit auch für eine helle Miene bei Trainer Thomas Kaczmarek: „Da haben wir über weite Strecken den Beachvolleyball gespielt, den ich mir vorstelle und erneut gezeigt, dass wir absolute Topteams schlagen können.“ Der Trainer sieht aber auch weiteren Handlungsbedarf. „In unseren Spielen sind noch zu viele Schwankungen, die aber in unserer aktuellen Phase normal sind. Das Ziel bleibt, unser Spiel zu optimieren und eine gewisse Konstanz reinzubekommen.“

Der Trainer ist zuversichtlich

Unterm Strich ist aber auch für Kaczmarek der fünfte Platz ein gutes Ergebnis – und zudem eine Verbesserung zum neunten Platz in der ersten Auflage des Turniers in Cancún. Dem Sieg über die kanadischen Weltmeisterinnen ging ein Erfolg im deutsch-deutschen Duell gegen das Interimsduo Cinja Tillmann/Chantal Laboureur voraus (21:16, 25:23). Der Weg in die K.o.-Runde erfolgt wie in der ersten Auflage durch einen 2:0-Sieg (21:11, 21:16) über die jungen Lokalmatadorinnen Maria Jose Quintero Preciado/Susana Torres Garcia. Beim Start ins Turnier waren die von Trainer Kaczmarek erwähnten Schwankungen deutlich zu sehen, als Borger/Sude gegen das tschechische Duo Barbora Hermannova/Marketa Slukova mit 1:2 (10:21, 21:17, 7:15) verloren hatten.

„Die nächste Gelegenheit, gemeinsam weiterzuarbeiten, bietet sich erfreulicherweise bei der dritten Auflage hier in Cancún und diese werden wir nutzen“, meint Kaczmarek.

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