Bombendrohung: Suche nach Drahtzieher läuft

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crossmedia Volontärin

Am Buchhornplatz in Friedrichshafen mit dem Medienhaus am See hat ein Unbekannter mit einer Bombe gedroht. Doch offenbar hat es keinen Sprengsatz gegeben. Die Polizei hat die Absperrungen abgebaut. 

Laut eines Sprechers der Polizei war die Bombendrohung von außen eingegangen. Eine Sprecherin der Stadt Friedrichshafen sagte, dass Mitarbeiter des Medienhauses am See am Dienstagabend ein mehrseitiges Schreiben erhalten hätten.

+++ So geht die Polizei bei Bombendrohungen vor +++

Darin habe ein Unbekannter laut Stadt Friedrichshafen 100000 Euro gefordert und mit einer Explosion im Medienhaus-Gebäude gedroht. Das Schreiben, das an keinen konkreten Adressaten gerichtet ist, wurde von der Polizei sichergestellt.

Der Platz war am Donnerstag bis etwa 14 Uhr weiträumig abgesperrt. Geschäfte und Wohnungen im Medienhaus am See wurden von der Polizei evakuiert. Vor Ort waren Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Spürhunde im Einsatz.

Auch der Schiffsbetrieb war durch die Bombendrohung eingeschränkt. Laut Polizei durften keine Schiffe in den Hafen von Friedrichshafen einlaufen. Das Auslaufen war allerdings erlaubt. Erstmals in der Geschichte der Autofähre Friedrichshafen-Romanshorn hat die Fähre in Langenargen angelegt.

Fähre muss auf dem See warten

Die Fähre zwischen Friedrichshafen und Romanshorn musste wegen der Drohung anderthalb Stunden auf dem See warten. In ersten Berichten hieß es, sie habe umkehren müssen.

Die Wasserschutzpolizei hielt auf dem See andere Schiffe von der Fahrt in den Hafen und in den Uferbereich vor Friedrichshafen ab.

Eine Pressekonferenz der Polizei und Sicherheitskräfte um 14.20 Uhr verlief ohne wesentliche neue Erkenntnisse. Die Polizei war mit rund 50 Beamten im Einsatz, dazu kamen zahlreiche Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Stadtverwaltung.

Das Medienhaus am See wurde am Donnerstagmorgen wegen einer Bombendrohung evakui.

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