Stadtrat Felix Bohnacker setzt sich dafür ein, dass Fahrgäste am Stadtbahnhof nicht länger im Regen stehen müssen.
Stadtrat Felix Bohnacker setzt sich dafür ein, dass Fahrgäste am Stadtbahnhof nicht länger im Regen stehen müssen. (Foto: Bündnis 90/Die Grünen)
Schwäbische Zeitung

Damit der Häfler Stadtbahnhof für die von der Deutschen Bahn AG erwarteten Steigerung der Fahrgastzahlen gerüstet ist, beantragt die Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, noch einmal mit der Bahn in Verhandlung zu treten, um ihn zukunftstauglich zu sanieren. Dies schreibt die Häfler Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen in einer Pressemitteilung

Bestandteile eines Alternativplans für den anstehenden Umbau sollen demnach mindestens zwei Bahnsteige mit einer Nutzlänge von mindestens 400 Metern sein. „Damit wäre auch ein Halt sehr langer Fernverkehrszüge wie beispielsweise einer Railjet-Doppelgarnitur oder einer Doppeltraktion zweier siebenteiliger ICE 4 möglich. Für eine zukünftig wieder zu schaffende Fernverkehrsanbindung würden somit alle Optionen offenstehen“, begründet Stadtrat Felix Bohnacker die Forderung. Die übrigen Bahnsteigkanten sollten seiner Meinung nach in ihrer bisherigen Länge bestehen bleiben. Damit auch bei längeren Zügen niemand beim Ausstieg im Regen stehen gelassen werde, befürwortet er zudem einen Ausbau der Dächer auf die gesamte Bahnsteiglänge.

Um die erwartet steigende Zahl der Fahrräder, Kinderanhänger und Kinderwagen bequem und schnell auf die Bahnsteige beziehungsweise vom Zug in die Unterführung zu bringen, beantragen die Grünen Aufzüge mit einer Mindestabmessung von 2,7 mal 1,8 Metern.

Schieberampen für Radler

Zu den weiteren Punkten, die nach Meinung der Grünen geprüft werden und bei positivem Ergebnis in die neuen Planungen mit einfließen sollten, gehört der Bau zusätzlicher Schieberampen, um Gruppen von Radfahrern einen schnelleren Bahnsteigwechsel zu ermöglichen. Auch einen Wiederaufbau des früheren Gleises 1 a für Züge, die in Friedrichshafen Stadt beginnen oder enden und die westliche Bodenseegürtelbahn befahren, soll ins Kalkül gezogen werden.

Wie bereits in einem früheren Antrag aus dem Jahr 2016, beantragt die grüne Fraktion erneut, die bestehenden Aufzüge im städtischen Besitz auf der Nord- und Südseite der Unterführung auf ein Mindestmaß von 2,70 mal 1,80 Meter zu vergrößern.

„Die bisherigen Planungen stellen in einigen Punkten, wie der Schaffung des barrierefreien Bahnsteigzugangs oder der Verlängerung der Bahnsteigdächer, zwar eine deutliche Verbesserung zum Status Quo dar, greifen insgesamt aber deutlich zu kurz“, findet Felix Bohnacker. „Mit dem Bahnhofsumbau sollten zusätzliche Kapazitäten geschaffen und das Komfortniveau deutlich gesteigert werden“, sind sich die Grünen einig.

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