Dieses Jahr ist der Narrenbaum „nur“ 18 Meter hoch.
Dieses Jahr ist der Narrenbaum „nur“ 18 Meter hoch. (Foto: schwambo)
Schwäbische Zeitung
Ruth Maria Schwamborn

Bei Sonnenschein und milden Temperaturen konnten die Häfler Bodenseenarren am Samstagnachmittag ihr 28. Narrenbaumstellen auf dem Kirchplatz in Jettenhausen durchführen.

Da mit dem kirchlichen Segen vieles besser geht, trafen sich zu Beginn Hästräger, Anwohner und Gäste zum Narrenlob in der Katholischen Kirche St.Maria. Das dieser Wortgottesdienst immer ein wenig aus der Art schlägt, hörte man nicht nur am beschwingten Einzug der Schalmeien mit dem „Narhalla-Marsch“, auch Diakon Rupert Maier hatte sich in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen. Trotz Fasnet und guter Laune schlug er bewusst einmal ruhigere Töne an und zitierte eine bekannte Poetryslammerin zum Thema: „Wen erreicht Jesus, wenn niemand mehr auf der Welt zuhört?“ Im Anschluss zogen die Häfler Bodenseenarren mit ihren Gruppierungen der Schalmeien, den Doldä -Butzer, den Wetterschrättele und Kohlbachhansel mit einem kleinen Umzug durch Jettenhausen. Begleitet wurden sie von der befreundeten Zunft Berg, der Narrenzunft Seegockel sowie von den Hupaquälern. Zum ersten Mal in diesem Jahr beteiligte sich auch die Bürgergarde mit vier Gesandten.

So angekommen, bot sich den wartenden Zuschauern ein buntes Bild und reges Treiben, das ein wenig von dem diesjährigen doch recht kleinen Narrenbaum ablenkte. Da Sturmtief „Sabine“ für das Wochenende angekündigt war, fiel die Entscheidung aus Sicherheitsgründen auf einen „nur“ 18 Meter hohen Baum. Nichtsdestotrotz arbeiteten die Zimmerleute mit äußerster Präzision, um den Baum Stück für Stück in die Senkrechte zu stemmen. Gut unterhalten wurden die Anwesenden auch von Präsidentin Conny Nachbaur-Naulin und Charly Maier, seines Zeichens Ehren-Narrenmeister des Alemannischen Narrenringes. In dieser Funktion durfte Maier drei Hästrägerinnen der „Doldä-Butzer“ für ihre langjährige Mitgliedschaft im Narrenverein ehren. „Ein Familien-Unternehmen“ wie Charly Maier augenzwinkernd feststellte, denn hier wurden Mutter Irene Hege und ihre zwei Töchter Franziska und Andrea ausgezeichnet.

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