Bodensee-Schule unterstützt Projekt mit 50 000 Euro

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Die Kinder freuen sich über Spendenpakete aus Friedrichshafen.
Die Kinder freuen sich über Spendenpakete aus Friedrichshafen. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Mehrere große Aufgaben hat sich das Ihube-Team der Bodensee-Schule in diesem Schuljahr gestellt, wie die Schule selbst mitteilt.

Zum einen erweiterte die Schule die Zahl ihrer Patenkinder von 90 auf 120 Kinder, mit der Aufgabe, für alle Patenkinder einen Paten zu finden. Basis des Projekts sind alle Klassen der Bodensee-Schule, die jeweils „ihr“ Patenkind durch eine monatliche Spende von 50 Cent pro Schüler unterstützen. Dies hilft laut Mitteilung nicht nur den Kindern in Ihube und Lokpa, sondern fördert auch das soziale Engagement der Schüler durch praktisch vorgelebte Nächstenliebe. Mitarbeiter, Freunde der Schule und Handwerks- und Industriebetriebe unterstützen die anderen 83 Patenkinder durch eine jährliche Spende von 150 Euro.

Gleichzeitig fördert die Schule seit Jahren den Bau der Berufsschule „St. Martin Hope Institute for Technology“ in Okigwe (gleich neben Ihube). Mit einem Startbetrag von 15 000 Euro aus verschiedenen Einzel- und Großspenden war so der Umbau der Gebäude des alten Krankenhauses zu neuen Werkstatt- und Schulgebäuden möglich. Die Dächer wurden neu gedeckt, die Innenräume werden gerade saniert. Vieles gibt es aber weiter zu tun.

Eigentlich war geplant, an Pfingsten mit einem Besuch in Ihube die Berufsschule zu eröffnen. Dies und vieles andere wurde allerdings durch die Corona-Krise verhindert. Weniger durch Corona-Fälle, sondern durch die drastischen Folgen eines strengen Lockdowns, konnten zum einen die Bauarbeiten nicht weitergeführt werden. Viel schlimmer ist aber, dass viele Eltern der Schüler in Ihube und Lokpa, besonders der ärmsten unter ihnen, der Patenkinder, die ihre Einkommensmöglichkeiten verloren. Die Schulen, Geschäfte, Märkte wurden geschlossen und sind es zum Großteil jetzt noch. Die Folge sind Hunger und Mangelerkrankungen unter den Menschen.

Mit einem Spendenaufruf informierte die Bodensee-Schule die Schulgemeinde und die Presse über die Not in Ihube und Nigeria. Dadurch war es möglich, 10 000 Euro Soforthilfe nach Ihube zu überweisen. Father Jospehat kaufte lastwagenweise Lebensmittel und verteilte sie an die notleidenden Familien. Mehrmals in der Woche wird nun an den immer noch geschlossenen Schulen in Lokpa und Ihube von den Lehrern für die hungrigen Kinder gekocht. Übrigens erhalten die Lehrer dort auch keinen Lohn mehr. Auch hier ist weitere Hilfe dringend erforderlich, da im Moment keine Änderung der Lage in Sicht ist.

So war es zwar mit Hilfe vieler Menschen möglich, die Entwicklung in Ihube, Lokpa und Okigwe für mehr Bildung und gegen Hunger mit fast 50 000 Euro Spenden in diesem Schuljahr zu fördern. Gleichzeitig bleibt die Aufgabe weiterhin, den Kindern dort in Afrika durch Spenden zu helfen und ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

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