Bitte sachlich bleiben, Volleyball gucken und in der Gastronomie benehmen

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Schwäbische.de

Diesmal geht es noch einmal um den Neubau der Albert-Merglen-Schule – allerdings in etwas anderer Betrachtungsweise. Und die Volleyballer haben es uns angetan. Etwas kritisch betrachten die Spießgesellen jedoch das Verhalten einiger Zeitgenossen auf dem Kulturufer.

War das jetzt mutig oder mimosenhaft, dass sich die beiden Stadträte Matthias Eckmann und Sander Frank in der „Schwäbischen Zeitung“ zu ihrem Abstimmungsverhalten in Sachen Merglen-Schule geäußert haben – und vor allem dazu, wie sie die Art der Auseinandersetzung empfunden haben? Wir denken: weder noch, würden uns aber wünschen, dass die Ansichten und Einblicke der beiden jungen Kommunalpolitiker den einen oder die andere zum Nachdenken gebracht haben. Wer Argumente und Motive Andersdenkender einfach vom Tisch wischt, macht den politischen Diskurs schwierig.

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Mancher Leserbrief im Nachklapp zur Entscheidung über den Standort der Merglen-Schule macht da leider nicht gerade Hoffnung. Inhalte von Personen zu trennen und sich auch mit Meinungen und Standpunkten zu beschäftigen, die nicht die eigenen sind, bleibt aber wichtig und richtig. Bitte nicht falsch verstehen: Das ist kein Plädoyer für Kommunalpolitik ohne Streit und mit ganz viel Konsens-Soße, sondern ein ganz schlichter Aufruf, auch bei emotionalen Themen zu versuchen, sachlich zu bleiben.

Recht sachlich kommt auch das neue Logo der Volleyballer daher. Wir finden es nicht schlecht und sind gespannt, ob sich die Fans damit anfreunden. Man sagt ja Sportanhängern einen gewissen Strukturkonservatismus nach...

Viel wichtiger als Farben und Formen des Logos ist für den VfB, dass der Neustart im Hangar R zunächst in der Köpfen und dann auch auf den Rängen funktioniert. Die Pause war lang, die Halle ist eng, der Kader gut: Könnte klappen, Häfler!

Tja, und dann wäre da noch dieses Kulturufer. Dass sich die Besucher bei diesen Temperaturen ihre eigenen Getränke mitbringen, ist vollkommen klar. Vor allem Kinder und ältere Menschen sollten genug trinken. Aber jetzt denken wir mal kurz um. Können Sie sich vorstellen, dass jemand in den Lammgarten kommt, sich dort hinsetzt, eine Portion Kässpätzle mit vier Gabeln bestellt und dann sein eigenes Bier auf den Tisch stellt? Können Sie sich vorstellen, dass jemand in ein gutes Restaurant geht, dort mit drei Kindern und zwei Erwachsenen fünf Getränke bestellt und dann seine Brottüte hervorzieht und belegte Brote verteilt? Sehen Sie, wir auch nicht. Aber genau das passiert beim Kulturufer – immer wieder.

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Am Mittwoch saß eine Handvoll junger Männer an den großen Tischen der Gastronomie Klink-Eberhardt. Sie hatten vielleicht etwas zu Essen bestellt, stellten dann aber ihre WLan-Lautsprecherbox auf und ließen Ballermann-Musik erschallen. Auf dem Tisch standen wohl zehn selbst mitgebrachte Flaschen Bier. Der Wirt hat nichts gesagt, unverschämt und dreist ist das aber trotzdem. Ähnliches passiert das regelmäßig bei den anderen Gastronomen. Und das muss doch wirklich nicht sein.

Ein tolles Kulturufer-Wochenende

wünschen die Spießgesellen

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