Schwäbische Zeitung
Michael Tschek

Mit der Mundartkomödie „Hubertus und das große Geld“ von Peter Schwarz hat die Landjugend Ailingen-Schnetzenhausen am Samstag im Dorfgemeinschaftshaus die seit über 60 Jahren andauernde Tradition fortgesetzt, ihr Publikum mit einem Bunten Abend zu verzaubern.

Aber nicht nur der lustige Vierteiler hat für gute Laune gesorgt, sondern die männlichen Mitglieder der Landjugend haben mit einem Tanz auch unter Beweis gestellt, dass Männer so richtig Rhythmus im Blut haben können. Für die Senioren wurde das Theaterstück am Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen noch einmal aufgeführt.

Wenn die Landjugend Alingen-Schnetzenhausen zum Bunten Abend in das Dorfgemeinschaftshaus nach Schnetzenhausen einlädt, dann folgen so viele ihrem Ruf, dass bereits kurz nach Saalöffnung sämtliche Plätze belegt waren. „Habt einfach Spaß“ – mit dieser Aufforderung begrüßten die Moderatoren des Abends, Johannes Hutt und Pascal Müller, das Publikum im vollbesetzten Dorfgemeinschaftsaus. Im Publikum amüsierten sich Jung und Alt, womit einmal mehr bewiesen wurde, dass die Landjugend Ailingen-Schnetzenhausen eine generationsübergreifende Fan-Gemeinde hinter sich hat. Mittendrin war auch wieder der 86-jährige Franz Haug. Als Gründungsmitglied, der 1952 ins Leben gerufenen Landjugend, wird er jedes Jahr zum Bunten Abend eingeladen.

Im Mittelpunkt des Abends stand das Schwäbische Lustspiel „Hubertus und das große Geld“ von Peter Schwarz, das unter der Regie von Helmut Giray in der Besetzung der sechs Laienschauspieler Tobias Schuler, Alica Bieser, Michael Hager, Patricia Brugger, Daniel Bensch, Johannes Haug und Elena Braun aufgeführt wurde. Im Mittelpunkt stehen die Ehepaare Hubertus und Roswitha Hämmerle (Tobias Schuler und Alica Bieser) und Fridolin und Maria Mausloch (Daniel Bensch und Elena Braun). Hubertus Hämmerle plagen große Geldsorgen und er möchte durch strenge Einsparungen sein Konto wieder ins Plus bringen. Seine Frau sieht das allerdings anders und droht mit Ehestreik und Auszug.

Geniale Geschäftsidee

Eine geniale Geschäftsidee seines Freundes Friedolin scheint die Rettung zu sein. Ein zwielichtiger Vermögensberater Karl-Heinz Schniegel (Johannes Haug) verspricht ihnen, mit einem Startkapital von je 10000 Euro in zwei Monaten Millionär zu sein. Als „Wegzollpolizisten“ sollen sie nämlich in der Manzeller Straße in Schnetzenhausen alle abkassieren, die dort durchfahren. Eine irre Idee wie sich herausstellen sollte, der aber die Ehefrauen Roswitha Hämmerle und Maria Mausloch bald auf die Schliche gekommen sind. Mit Unterstützung von Danuta Symmamiak (Patricia Brugger) und Dorfbüttel Otto Hebeisen (Michael Hager) schmieden sie mit weiblicher Intuition, unterstützt mit einer halben Flasche selbst gebranntem Schnaps einen Plan, mit dem sie an das verlorengeglaubte Geld wieder herankommen.

Es war wieder einmal ein Angriff auf die Lachmuskeln. Die Sechs haben einmal mehr ihre schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis gestellt und die Unterstützung der beiden Souffleusen Jasmina Schönegg und Armin Wiggenhauser mussten sie kaum in Anspruch nehmen. Für die passenden Frisuren und die Schminke sorgten Marion Brugger und Anna-Lisa Schönegg.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen