ARCHIV - Ein Biber nagt in der Wutach bei Wutöschingen (Schwarzwald) an einem Stöckchen, aufgenommen am 06.12.2010. Mitte des 19
ARCHIV - Ein Biber nagt in der Wutach bei Wutöschingen (Schwarzwald) an einem Stöckchen, aufgenommen am 06.12.2010. Mitte des 19. Jahrhunderts waren Biber in Baden-Württemberg durch die Jagd komplett ausgerottet. Seit etwa 1990 wandern sie aus der Schweiz, dem Elsass und Bayern wieder ein. Heute bevölkern mehr als 1500 Tiere die Uferbereiche in Baden-Württemberg.     (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Mitte des 19. Jahrhunderts galt er im Bodenseekreis als ausgestorben, seit etwa zehn Jahren macht sich der Nager am See wieder breit. Beim Jahrestreffen Bibermanagement des Regierungsbezirks Tübingen stand die Arbeit mit den Tieren im Mittelpunkt. Beim Jahrestreffen wurden auch Reviere im Landkreis besucht und aktuelle Fälle besprochen.

Nachdem der Biber mittlerweile vielerorts wieder beheimatet ist, gibt es für die rund 40 Teilnehmer, darunter 30 Ehrenamtliche, viel zu tun, heißt es vonseiten des Landratsamtes in einer Pressemitteilung. Neben regelmäßigen Schulungen treffen sich die Beteiligten einmal im Jahr, um Neuerungen zu besprechen und Erfahrungen auszutauschen. Bei Fragen und Problemen zum Biber seien die ehrenamtlichen Biberberater erste Ansprechpartner, heißt es weiter.

Der Biber ist seit zehn Jahren zurück am Bodensee. Ursprünglich war er hier überall verbreitet und fester Bestandteil der heimischen Natur, teilt die Behörde mit. Damit ist ein Säugetier in die mittlerweile intensiv genutzte Bodenseelandschaft zurückgekehrt. Konflikte mit den Landnutzern bleiben daher nicht aus. Für die einen ist er Verursacher von Ärger und Schäden, für die anderen Helfer beim Kampf gegen den Artenrückgang und ein faszinierendes Stück Natur.

In diesem Spannungsfeld ist das Bibermanagement des Regierungspräsidiums Tübingen seit beinahe 20 Jahren tätig. In Abwägung von Konflikt, ökologischem Wert und rechtlicher Situation wird hier versucht, ein Miteinander möglich zu machen und Konflikte zu minimieren. Es wird informiert und es werden Lösungen für Konflikte angeboten und andauernd weiterentwickelt.

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