Der Nikolaus trägt sich ins goldene Buch des Flughafens ein. (Foto: lix)
Schwäbische Zeitung
Felix Kästle

Start frei für Flug 757: Fünfmal pro Woche geht’s künftig mit der britischen Traditionslinie Monarch vom Bodensee aus nach in die britische Hauptstadt. Zudem sind wöchentlich zwei Flüge nach Manchester im Flugplan.

Am Donnerstag landete jedoch erst einmal der Nikolaus mit seinem treuen Knecht Ruprecht. Von London aus ließ sich der weißbärtige Mann einfliegen, um punktgenau am Nikolaustag den Häflern sein Geschenk zu überreichen. Die Verbindung nach England war der Wunsch von Industrie, Unternehmen und Bevölkerung, wie nach dem gestrigen Erstflug von Christian Wulf, Marketingleiter des Bodensee Airports, zu erfahren war. „Wir hatten schon mal die Verbindung Friedrichshafen – London Gatwick. Und das Interesse daran war groß. Bis Mitte April steht die Verbindung. Läuft es erfolgreich, wird neu verhandelt“, so Wulf kurz vor der Ankunft des Nikolauses, der sich nach der Landung erst mal in das goldene Buch des Flughafens eintrug. Na klar mit: Nikolaus.

Auf dem Inselstaat ist Monarch Airlines übrigens keine unbekannte Größe. Ganz im Gegenteil: 1968 gegründet, hat sich Monarch Airlines zur bekanntesten und größten britischen Fluggesellschaft entwickelt. Noch heute steht die Airline in hauptsächlich schweizerischem Familienbesitz. Mit 32 modernen Flugzeugen und mehr als 2000 Mitarbeiter befördert Monarch jährlich mehr als sechs Millionen Passagiere.

Ganz so viele waren es gestern nicht, die die Chance nutzten, für 30 Euro zu einem halbstündigen Rundflug über den Bodensee und die Alpen abzuheben. 229 Sitzplätze bietet die Boeing 757, die künftig von der britischen Hauptstadt aus den südlichsten Zipfel von Deutschland ansteuert.

Mit leeren Händen kam Sankt Nikolaus nicht, als er gestern im neuen Terminal von dutzenden von Kindergartenkindern begrüßt wurde, die teils Fähnchen schwingend auf den Mann mit der roten Mitra warteten. Das blieb nicht unbelohnt. So gab’s für jedes Kind eine Nikolaustüte mit Leckereien, nachdem der Fanfarenzug Graf-Zeppelin noch einmal im Terminal aufspielte.

Unterm Strich wird Monarch Airlines sieben wöchentliche Linienflüge zwischen London Gatwick, Manchester und Friedrichshafen aufnehmen, wie es in einer Mitteilung des Flughafen heißt. Und noch was ist neu: Der Home-Carrier Intersky wir d als zweite Fluggesellschaft in Europa zwei fabrikneue ATR 72-600 übernehmen. Damit verdoppelt InterSky seine Passagierkapazität, wie die Flugrevue online schreibt. „Die drei bisher eingesetzten, 50-sitzigen Bombardier Dash 8 fliegen zunächst weiter, dürften aber in Zukunft von drei weiteren ATR 72-600 ersetzt werden“, heißt es dort.

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