Berufsinfobörse ist ein Markt der Möglichkeiten

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Auf der 18. Berufsinfobörse stellen sich 75 Aussteller den Fragen zu Ausbildungsmöglichkeiten. HChiara Knör (von links) und Lina
Auf der 18. Berufsinfobörse stellen sich 75 Aussteller den Fragen zu Ausbildungsmöglichkeiten. HChiara Knör (von links) und Lina Wetsch erkundigen über den Beruf der Industriekauffrau bei der Firma Kern. David Stromberger und Jennifer Bleher geben Auskunft. (Foto: lydia Schäfer)
Lydia Schäfer

Das neue Konzept der Berufsinfobörse scheint aufzugehen: Bisher haben sich die Aussteller ausschließlich in der Droste-Hülshoff Schule präsentiert. Diesmal haben sich die 75 Ausbildungsbetriebe auf die drei Schulen des Berufsschulzentrums verteilt und somit den Besucherandrang entzerrt.

Gemäß der schulischen Schwerpunkte stellte die Droste-Hülshoff Schule Berufe mit sozialen und biotechnischen Schwerpunkten vor, die Hugo-Eckener-Schule Berufe, die im kaufmännischen und wirtschaftlichen angesiedelt sind, und die Claude-Dornier-Schule informierte über technische Berufsfelder. Die Besucher waren dennoch gut beraten, wenn sie die Stände in allen Schulen besuchten, denn auch Unternehmen mit einem technischen Schwerpunkt wie ZF oder MTU bilden auch im kaufmännischen Bereich aus. Das gilt auch für die vielen mittelständischen Unternehmen, deren Namen weniger bekannt sind. Dazu gehört das Unternehmen „Kern Motion Technology“, das sich auf Antriebstechnik spezialisiert hat.

Chiara Knör und Lina Wetsch, beide Schülerinnen an der Droste-Hülshoff-Schule, erkundigten sich bei David Stromberger und Jennifer Bleher über die Ausbildung zur Industriekauffrau. „Viele Interessenten wollen wissen, was wir genau machen, und in welchen Bereichen wir ausbilden“, sagt David Stromberger. Pirmin Reichle, selbst noch Mechatronik-Auszubildender im dritten Lehrjahr bei der MTU, beantwortet mit Begeisterung jede Frage, die in sein Ausbildungsfeld fällt. „Das ist ein unglaublich toller Beruf für jeden, der sich für Technik interessiert und es macht wahnsinnig viel Spaß“, sagte er und seine Begeisterung schien auf die Zuhörer überzuspringen. Viele Aussteller präsentierten nicht nur ihr Unternehmen, sondern nahmen Auszubildende mit, die aus ihrer Sicht Fragen zum Berufsalltag beantworteten. Ein Trend, der bei den Schülern gut ankam, da der Austausch auf Augenhöhe stattfand.

Verdienst interessiert Schüler

Jessica Moser, Ines Vilic und Laura Schneider hingegen informierten sich eingehend über Pflegeberufe. Christoph Ley vom Medizin Campus in Friedrichshafen erklärte ausführlich Berufsinhalte, Karrieremöglichkeiten und Verdienst. „Das sind immer die Fragen, die am häufigsten gestellt werden“, sagte er und betonte gleichzeitig, dass gerade der Pflegeberuf das Selbstwertgefühl und auch das Selbstbewusstsein fördere. „Man ist ganz nah am Menschen und das in guten wie in schlechten Zeiten.“ Das sei ein wichtiger persönlichkeitsfördernder Aspekt in den Pflegeberufen. Die beiden 16-jährigen Schülerinnen der Gemeinschaftsschule Schreienesch, Coshun Duygu und Aleyna Karaca, wollten sich über soziale und kaufmännische Berufe informieren. „Ich weiß noch nicht, in welche Richtung ich möchte, aber ich habe ja auch noch Zeit“, sagte Coshun Duygu, vielleicht bieten sich ja auch erst Praktika an, um in unterschiedliche Berufe hineinzuschnuppern. Auch diese Möglichkeit bieten viele Unternehmen an. Auch weiterführende und fachspezifische Schulen informierten über ihre Angebote wie das Institut für soziale Berufe, das jedes Jahr 500 Ausbildungsplätze in pflegerischen und erzieherischen Berufen vergibt. Die Berufsinfobörse ist ein Markt der Möglichkeiten. Zu den Präsentationen der Firmen kamen zahlreiche Vorträge mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten.

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