Beim Boule „den Feierabend gut ausklingen lassen“

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Sportredakteur

Mit zwei Boulemannschaften geht der FC Friedrichshafen in die neue Spielzeit. Im Gespräch mit Peter Schlefsky erzählt FC-Abteilungsleiter Bernard Romano von den Anfängen des Boulesports im Häfler Verein und dem sportlichen Erfolg im Ligabetrieb.

Herr Romano, was ist das Reizvolle am Boulesport?

Da mein Vater Franzose ist, bin ich mit dem Boulesport schon früh in Berührung gekommen. In Frankreich ist Boule so etwas wie ein Nationalsport. Das Schöne an Boule ist die Naturverbundenheit. Du bist beim Spielen draußen, kannst den Feierabend gut ausklingen lassen und abschalten. Und gespielt werden kann in jedem Alter. Auch in späteren Jahren ist ein Einstieg gut möglich.

Wie hat sich Boule beim FC Friedrichshafen etabliert?

Damals war man im Verein auf der Suche nach neuen Aktivitäten, um das Angebot beim FC zu vergrößern. Ich und andere wurden angesprochen, ob wir nicht eine Boule-Abteilung gründen wollen. Das haben wir dann im Jahr 2004 getan. Und der Vorstand zeigte sich begeistert und sicherte uns die nötige Unterstützung dafür zu. Allerdings stand am Anfang nicht im Vordergrund, als Mannschaft am Ligabetrieb teilzunehmen. Es war einfach der Spaß am Sport, der uns zusammenbrachte. Es begann mit regelmäßigen Treffen und später mit der Teilnahme an Turnieren..

Doch hatten die Mitglieder in der Abteilung dann doch den Ehrgeiz, mehr zu unternehmen, oder?

Richtig. Wir stellten irgendwann fest, dass der Reiz an dem Ganzen etwas fehlte. Wir haben dann den Schritt unternommen, uns dem Spielbetrieb anzuschließen. Wobei wir erst gar nicht wussten, ob wir den Anforderungen und Auflagen des Verbands überhaupt nachkommen können. Du brauchst etwa eine gewisse Anzahl an Spielern, um als Mannschaft anerkennt zu werden. Auch vereinsintern mit der Koordination rund um Spieltage und Ligabetrieb mit den Auswärtsfahrten und anderem mehr musste ja alles klappten. Schließlich wagten wir dann den Sprung ins kalte Wasser und starteten in der Bezirksliga. Es hat funktioniert.

Woher rekrutieren Sie Ihre Spieler?

Von Anfang an war es unser Bestreben, Interessierte aus dem Einzugsgebiet unseres Vereins für den Boulesport zu gewinnen. Zuallererst aus dem Wohngebiet der Kitzenwiese, aber auch darüber hinaus. Und auch altersmäßig waren und sind wir bis heute offen. Bei uns können etwa auch Rentner oder Schüler einsteigen. Auch Gäste, die einfach nur mal an unserem Vereinsgelände vorbeischauen, sind willkommen.

Mittlerweile ist die erste Mannschaft des FC durchmarschiert und ist in der Regionalliga angekommen, die Zweite spielt in der Bezirksliga. Sind Sie mit der sportlichen Entwicklung zufrieden? Und was sind die Gründe für den Erfolg?

Die Erste hat eine schöne Serie hingelegt und ist mehrmals hintereinander aufgestiegen. Der Erfolg liegt darin begründet, dass das Umfeld stimmt und kompetente Ansprechpartner vorhanden ist, die auch Neulingen helfen. Etwas schade ist, dass unser Altersdurchschnitt im Laufe der Jahre nach oben gegangen ist. Wir würden uns deshalb freuen, wenn speziell junge Leute den Weg zu uns finden würden.

Info: Jeden Dienstag und Samstag ab 15 Uhr wird auf der Anlage des FC Friedrichshafen (Steinbeisstraße 10) trainiert. Weitere Infos rund um den Boulesport beim FC findet man im Internet unter

www.fc-friedrichshafen.de

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