Bei Zeppelin wird der Ausnahme- zum Normalzustand

Lesedauer: 4 Min
Alexandra Mebus, Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der Zeppelin GmbH, in ihrem Büro in der Konzernzentrale in Garching und
Alexandra Mebus, Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der Zeppelin GmbH, in ihrem Büro in der Konzernzentrale in Garching und beim mobilen Arbeiten in ihrem Zuhause. (Foto: Zeppelin GmbH/Paul Träger)
Schwäbische Zeitung

Der Zeppelin Konzern wird ab dem 1. Oktober das Homeoffice vom Ausnahmezustand zur dauerhaften Alternative machen: Eine neue Konzernbetriebsvereinbarung ermöglicht es Zeppelin Mitarbeitern in Deutschland mobil zu arbeiten, wo es sinnvoll und umsetzbar ist – und das ohne zeitliche Beschränkung, wie der Konzern mitteilt. Die übergeordnete Zielsetzung der neuen Vereinbarungen sei die effiziente Kombination aus Büroarbeit und Mobilarbeit: die sogenannte Hybrid-Arbeit soll ermöglichen, Vorteile aus beiden Welten zusammenzubringen.

„Die Corona-Krise hat uns gezeigt, dass mobiles Arbeiten nicht nur einen positiven Einfluss auf die Flexibilität, Modernität und digitale Transformation des Unternehmens hat. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und die Zufriedenheit der Mitarbeiter kann durch die individuelle Gestaltung der Arbeitszeit und des Arbeitsorts immens profitieren“, sagt Alexandra Mebus, Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin des Zeppelin Konzerns, im Schreiben. Um den veränderten Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen, seien die bestehenden Regelungen zum Thema „Mobiles Arbeiten“ in enger Zusammenarbeit zwischen HR und den Betriebsräten überarbeitet und neu ausgerichtet worden. Diese ermöglichen ab 1. Oktober 2020 den Zeppelin Mitarbeitern in Deutschland grundsätzlich ortsunabhängig zu arbeiten: Betroffen von der neuen Regelung sind alle Mitarbeiter der Zeppelin GmbH sowie ihrer inländischen Tochtergesellschaften.

Um den unterschiedlichen Teamstrukturen, Tätigkeitsbereichen und Aufgaben der Mitarbeitern gerecht zu werden, wurde bei der Ausgestaltung der neuen Vorgaben bewusst auf einen zeitlich vorgegebenen Richtwert verzichtet. „Wir sind überzeugt davon, dass vielfältige Arbeitsformen die beste Voraussetzung für Motivation, Zusammenarbeit und Produktivität sind“, so Mebus weiter. Nicht jede Tätigkeit könne flexibel von anderen Wirkungsstätten außerhalb der Büroräume verrichtet werden. Aber da, wo es möglich sei, mache Zeppelin den Weg frei für individuelle Lösungen.

Die Mobilarbeit bei Zeppelin basiere auf dem Prinzip der doppelten Freiwilligkeit: „Kein Mitarbeiter kann zu mobiler Arbeit verpflichtet werden, aber es gibt auch keinen Anspruch auf mobiles Arbeiten. Ein Arbeitsplatz in der Betriebsstätte bleibt in jedem Fall sichergestellt“, heißt es vonseiten des Konzerns. An den großen Standorten und dort, wo es sinnvoll sei, werde derzeit die Möglichkeit von Desk-Sharing-Lösungen geprüft. Zudem werde das Thema eng von HR- und Betriebsratsseite begleitet: So werden Mitarbeiter und Führungskräfte mit diversen Trainings zu Themen wie Hybrid-Arbeit, mobiles Arbeiten und virtuelles Führen unterstützt.

„Wir haben während der Corona-Krise ausschließlich positive Erfahrungen mit mobilem Arbeiten gemacht und nutzen das Gelernte nun, um unsere Arbeitsumgebungen an den zukünftigen Anforderungen auszurichten,“ sagt Peter Gerstmann, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung und CEO des Zeppelin Konzerns. Und ergänzt: „Damit transportieren wir die Agilität unserer Start-Up-Organisationen aus der Digitalisierung in unsere traditionellen Unternehmensbereiche.“

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen