Abheben, wie mit der Diamond, DA 42-VI, steht wieder im Mittelpunkt der Messe Aero.
Abheben, wie mit der Diamond, DA 42-VI, steht wieder im Mittelpunkt der Messe Aero. (Foto: messe/Felix Kästle)
Schwäbische Zeitung

Mit einem umfangreichen Angebot aus der Allgemeinen Luftfahrt geht die 26. Aero von 18. bis 21. April mit 630 Ausstellern aus 38 Ländern an den Start: Als weitere fachliche Attraktion sind die Fachbesucher erstmals auf eine Flight Simulator Area für professionelles Pilotentraining eingeladen, kündigt die Messe in einem Pressebericht an.

Bei der Internationalen Luftfahrtmesse stehen die unterschiedlichsten Luftfahrzeuge im Mittelpunkt: Von Ultraleicht-Flugzeugen, über Reiseflugzeuge, Hubschrauber bis hin zu Business-Jets reicht die Palette. Im Flugangebot auch dabei sind unbemannte zivile Drohnen, die in der Luftfahrt eine immer größere Rolle spielen. Einen ständig wachsenden Stellenwert nimmt auch die „e-flight-expo“ mit elektrogetriebenen Maschinen ein.

Messechef Klaus Wellmann und Projektleiter Roland Bosch sehen der 26. Aero optimistisch entgegen. „Als Reaktion auf die immer größere Bedeutung der Elektromobilität wird auch die ,e-flight-expo’ auf der Aero weiter wachsen“, beurteilt Roland Bosch die Situation im Vorfeld der Messe. Die Allgemeine Luftfahrt umfasst die zivile Luftfahrt, ohne Linien- und Charterverkehr, auch die Militärluftfahrt gehört nicht dazu. Allein im Gebiet der Europäischen Union sind mehr als 200 000 Motor-, Ultraleicht- und Segelflugzeuge registriert. In Deutschland waren es 2017 beispielsweise insgesamt 6527 einmotorige Flugzeuge unter zwei Tonnen in der Echo-Klasse und 3528 Motorsegler, dazu kommen 4133 ultraleichte Flugzeuge und 594 ultraleichte Tragschrauber.

Die Aero bietet die umfassende aviatische Vielfalt: Von der zivilen Drohne über Segelflugzeuge, Ultraleichte, ein- und mehrmotorige Flugzeuge mit Kolbenmotor, Hubschrauber, Gyrocopter und Turboprops bis hin zu Jets ist alles zu sehen. Neue Flugmotoren, zukunftstaugliche Avionik, Dienstleistungen und Zubehör rund ums Fliegen sind weitere Schwerpunkte auf der Aero, ebenso wie Angebote zur Pilotenausbildung und Informationen über weitere Berufsmöglichkeiten in der Allgemeinen Luftfahrt. Die etablierten Hersteller klassischer Motorflugzeuge zeigen am Bodensee die Palette ihrer Maschinen, angefangen von der Kolbenmotor-Ein- oder Zweimot bis hin zu Turboprops. Zudem sind die neuen Modelljahrgänge bewährter Echo-Klasse-Maschinen etwa bei Cirrus Aircraft, Piper, Pipistrel, Vulcanair, Robin und weiteren Herstellern zu sehen. Nirgendwo ist die Bandbreite der unterschiedlichen Luftfahrzeuge größer als bei den Ultraleichten: Segelflugzeuge, Motorflugzeuge sowie Tragschrauber – in Deutschland gehören seit 2017 auch Helikopter dazu. Der Trend zu ultraleichten Gyrocoptern ist ebenfalls ungebrochen.

Flugzeuge für Geschäftsreisen bilden ebenfalls einen Schwerpunkt der Aero. Kolbenmotor-Flugzeuge, aber vor allem Turboprops und Jets sind präsent. Durch die Erlaubnis der EASA vom vergangenen Jahr, Turbinen-Singles für den kommerziellen Luftverkehr nun auch im Instrumentenflugbetrieb zuzulassen, können sich die Hersteller dieser einmotorigen Flugzeuge mit Propellerturbine über steigende Bestellungen freuen.

Professionelle Pilotentrainings

Die weiter expandierende „e-flight-expo“ mit alternativen Antriebskonzepten findet erneut in einer eigenen Halle statt. Konzerne wie Siemens, Bell Helicopter oder Boeing und auch immer mehr Start-ups beschäftigen sich mit der Entwicklung senkrechtstartender Elektroflugprojekte. Zum ersten Mal gibt es 2018 auf der Aero die neue „Flight Simulator Area“. Hier dreht sich alles ums Thema Flugsimulation, sowohl im Bereich des professionellen Pilotentrainings, aber auch für alle Interessenten, die ausprobieren wollen, wie sich das Steuern eines Flugzeugs oder Hubschraubers anfühlt um sich so einen Eindruck über ein potenzielles Cockpit-Dasein zu verschaffen. Mit dem Sonderbereich Helicopter Hangar wird den Drehflüglern eine größere Bedeutung eingeräumt. Der Deutsche Hubschrauber Verband wird mit mehreren Fachvorträgen die Rolle des Helikopters als bedeutendes Arbeitsgerät der Luftfahrt hervorheben.

Mit Drohnen kann man längst nicht nur spektakuläre Video-Aufnahmen drehen, sondern sich auch waghalsige Rennen liefern wie hier auf der AERO in Friedrichshafen.
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