Der Waggershauser Tunnel soll die Anwohner vor Lärm schützen. Die Stadt Friedrichshafen beteiligt sich mit 21,5 Millionen Euro
Der Waggershauser Tunnel soll die Anwohner vor Lärm schützen. Die Stadt Friedrichshafen beteiligt sich mit 21,5 Millionen Euro am Bau, außerdem überweist der Häfler Stadtkämmerer dem Bund eine Einmalzahlung von 20,8 Millionen Euro für die Pflege (Foto: Grafik: SZ)
Schwäbische Zeitung

Die Vorbereitungen für einen weiteren Abschnitt der B 31-neu von Immenstaad nach Friedrichshafen haben pünktlich begonnen, teilt die DEGES mit. Am 9. August wurde der Auftrag für den Bau des Tunnels Waggershausen und der Strecke bis zur Anschlussstelle Schnetzenhausen an eine Arbeitsgemeinschaft vergeben.

Die Firmen Baresel (Leinfelden-Echterdingen) für den Tunnelbau, Storz (Tuttlingen) für den Erdbau und PKE (Wien) für die Betriebstechnik dürfen sich über den Auftrag für das so genannte Baulos 8 freuen. „Mit dem pünktlichen Abschluss des Vergabeverfahrens und der Auftragserteilung haben wir einen weiteren Meilenstein für die B 31 neu erreicht. Dies ist der zeitkritischste Abschnitt der ganzen Strecke“, erläutert Andreas Irngartinger, Bereichsleiter bei der DEGES, die den Bau der B 31-neu plant und koordiniert.

Wie geht’s nun konkret weiter? Zuerst wird die Waggershauser Straße über den ZF-Parkplatz umgelegt. Während der Bauarbeiten bleibt sie befahrbar. Nur für die Arbeiten zur Anbindung der neuen Straßenführung an die bestehende Straße müsse diese kurz gesperrt werden, lässt die DEGES wissen. Durch die Verlegung werden die Parkplätze im bisher durch die ZF-Mitarbeiter genutzten Tunnelbereich wegfallen.

Bei den seit Mai im Bau befindlichen Bauwerken der Baulose 4 bis 6 (sechs Brücken und eine Stützwand) hat es durch die Regenfälle der vergangenen sechs Wochen Verzögerungen gegeben. Nach dem Unwetter vom 8. Juli konnte der mit Regen vollgesogene Boden nicht austrocknen, teilt die DEGES mit. Gut sichtbar sei dies an der Landschaftsbrücke in Buchschach und an den östlich daneben liegenden Brücken über den Manzeller Bach und den Mühlbach – dort stehe das Wasser, von den Baugrubenböschungen wasche Schlamm herunter und die Sohlen seien aufgeweicht. Dadurch musste der nicht tragfähige Boden ausgetauscht werden. „Unter Umständen werden diese Bauwerke erst im Herbst 2018 fertiggestellt statt im Sommer 2018, für die Fertigstellung der B 31-neu insgesamt hat dies aber nach Stand der Dinge keine Auswirkung“, heißt es in einer Mitteilung der DEGES.

Das DEGES-Informationsbüro an der Waggershauser Straße hat ab sofort eine 14-tägliche Sprechstunde: immer in einer geraden Kalenderwoche, donnerstags 15 bis 18 Uhr. Die nächsten Termine sind also am 24. August beziehungsweise am 7. September. Damit erfolge eine Anpassung an die schwache Nachfrage in den vergangenen Monaten.

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