Babybrei-Erpresser: Neuer Prozess ist gestartet

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 Auch bei der Neuauflage im Prozess um den Supermarkterpresser geht es weiter wie in der Hauptverhandlung 2018: Der 55-Jährige v
Auch bei der Neuauflage im Prozess um den Supermarkterpresser geht es weiter wie in der Hauptverhandlung 2018: Der 55-Jährige versucht das Heft seiner Verteidigung selbst in der Hand zu behalten. (Foto: Ronja Straub)

Im Herbst 2018 war der Mann, der in Friedrichshafen in mehreren Lebensmittel- und Drogeriemärkten vergiftete Babynahrung platziert hatte, um von verschiedenen Handelsunternehmen knapp zwölf Millionen Euro zu erpressen, wegen versuchten Mordes und versuchter räuberischer Erpressung zu zwölfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Weil der Bundesgerichtshof dieses Urteil im vergangenen Jahr in Teilen aufgehoben hat, muss der Fall erneut am Landgreicht Ravensburg verhandelt werden. Nach Einschätzung der Bundesrichter hätte der Erpresser nicht wegen versuchten Mordes oder versuchter schwerer räuberischer Erp ressung mit Todesfolge verurteilt werden dürfen, weil er in seinem Erpresserschreiben Hinweise auf die Standorte vergifteten Gläser gegeben hatte. Laut Bundesgerichtshof hat der Angeklagte den Tod von Kleinkindern zwar durchaus in Kauf genommen. Weil er aber aktiv und aus eigenem Antrieb dabei half, die vergifteten Gläser aus dem Verkehr zu ziehen, habe er den Mordversuch behindert und damit nicht vollendet. (li)

 


Der Prozess wird in einer Woche fortgesetzt. Er war in der Vergangenheit bereits dreimal vertagt worden.

Das Landgericht in Ravensburg ermittelt im Fall des Babybrei-Erpressers ein neues Strafmaß. Richter Bernhard greift in der Verhandlung strikt durch.

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Im Herbst 2018 war der Mann, der in Friedrichshafen in mehreren Lebensmittel- und Drogeriemärkten vergiftete Babynahrung platziert hatte, um von verschiedenen Handelsunternehmen knapp zwölf Millionen Euro zu erpressen, wegen versuchten Mordes und versuchter räuberischer Erpressung zu zwölfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Weil der Bundesgerichtshof dieses Urteil im vergangenen Jahr in Teilen aufgehoben hat, muss der Fall erneut am Landgreicht Ravensburg verhandelt werden. Nach Einschätzung der Bundesrichter hätte der Erpresser nicht wegen versuchten Mordes oder versuchter schwerer räuberischer Erp ressung mit Todesfolge verurteilt werden dürfen, weil er in seinem Erpresserschreiben Hinweise auf die Standorte vergifteten Gläser gegeben hatte. Laut Bundesgerichtshof hat der Angeklagte den Tod von Kleinkindern zwar durchaus in Kauf genommen. Weil er aber aktiv und aus eigenem Antrieb dabei half, die vergifteten Gläser aus dem Verkehr zu ziehen, habe er den Mordversuch behindert und damit nicht vollendet. (li)

 


Der Prozess wird in einer Woche fortgesetzt. Er war in der Vergangenheit bereits dreimal vertagt worden.

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