Ungezwungene Gespräche verbunden mit Teekultur: Das Bündnis für Vielfalt hat zum Teegarten eingeladen.
Ungezwungene Gespräche verbunden mit Teekultur: Das Bündnis für Vielfalt hat zum Teegarten eingeladen. (Foto: Lydia Schäfer)
Lydia Schäfer

Das Häfler „Bündnis für Vielfalt“ hat zum Tee geladen. Die Idee, Menschen verschiedenster Herkunft in einem Teegarten zwanglos miteinander ins Gespräch zu bringen, wurde bei milden Temperaturen und sonnigem Wetter im Lernbiotop am Riedlepark in die Realität umgesetzt. „Das Wetter ist ein Geschenk um diese Jahreszeit“, sagte Adnan Wahhoud, der aus Lindau kam, um teilzunehmen.

Die gut 50 Besucher haben sich Zeit genommen, um das Lernbiotop und um andere Menschen kennenzulernen. „Der Cay Bahcesi, der türkische Teegarten, gehört zur türkischen Kultur und wird dort in Parks oder anderen öffentlichen Anlagen ganz selbstverständlich praktiziert“, erklärte Emel Coban vom muslimischen Helferkreis. Dort treffen Menschen aller Altersstufen aufeinander und verbringen gemeinsam Zeit bei Tee und Gebäck. Die Frauen des Helferkreises hatten ein bunte Tafel zusammengestellt. Sowohl herzhafte als auch süße Spezialitäten hatten sie zuvor gebacken, die dann zum Tee gereicht wurden.

Menschen unterschiedlicher Kulturen fanden zusammen: Türken, Syrer, Inder, Chinesen und Deutsche haben die Gelegenheit genutzt, sich kennenzulernen. Streetworker Florian Nägele von Arkade war ebenfalls mit seiner Familie vor Ort und sieht den Teegarten als Chance, um zwischen den Kulturen Brücken zu bauen. „Das ist ein niederschwelliges Angebot, bei dem jeder eingeladen ist“, sagte er. „Hier hat auch jeder die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die er sonst im großen Kreis vielleicht nicht stellen mag“, fügte Emel Coban hinzu. In ungezwungener Atmosphäre könne man Menschen anderer Kulturen kennenlernen, Ansichten austauschen oder einfach die Natur genießen.

Verschiedene Teesorten

Der Teegarten wurde vom „Bündnis für Vielfalt“, der „Deutsch-Chinesischen Gesellschaft Bodenseekreis“, dem „Syrischen Kulturverein“ und einigen indischen Mitarbeitern der MTU in Kooperation mit der Abteilung Umwelt und Naturschutz der Stadt Friedrichshafen organisiert. Führungen durch das Biotop waren somit ein Angebot des Nachmittags. Zudem gab es die Möglichkeit, die unterschiedlichen Teekulturen kennenzulernen. Neben türkischem Tee aus dem Samowar gab es syrischen, indischen und chinesischen Tee, der jeweils vor Ort zubereitet wurden. Die Teilnehmer genossen unterschiedliche Schwarztees, Grüntees und eine indische Tee-Spezialität, die mit Gewürzen und warmer Milch, zu orientalischen Speisen wie Baklava, Börek oder Lahmacun getrunken wurden.

Ein Teegarten für Groß und Klein

Der kleine Omar war mit seinen knapp zwei Jahren wohl der jüngste Teilnehmer. Und auch er ließ es sich schmecken. Eine Altersbeschränkung gibt es beim Teegarten nicht, jeder der Interesse hat, kann daran teilnehmen. Da wünschen sich die Organisatoren jetzt nur noch, dass im nächsten Jahr noch ein paar Häfler mehr kommen.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen