Drei Männer mit den neuen Aufklebern
Nachmachen erwünscht: Frank Kahle, Bürgermeister Stefan Köhler und Hansjörg Röpnack (von links) hoffen, dass sich viele der Aktion anschließen und die Warnaufkleber den Straßenverkehr sicherer machen. (Foto: Stadtverwaltung)
Schwäbische Zeitung

Rechtsabbiegende Fahrzeuge verursachen immer wieder Unfälle, weil Radfahrer und Fußgänger leicht übersehen werden können. Die Stadt Friedrichshafen hat deshalb damit begonnen, die Lastwagen und Kleintransporter der städtischen Baubetriebe mit Warnhinweisen zu bekleben. Radfahrer und Fußgänger sollen damit auf den toten Winkel aufmerksam gemacht werden.

„Die Sicherheit im Straßenverkehr ist ein sehr wichtiges Thema und die Aufkleber sind ein weiterer Schritt, um Fußgänger und Radfahrer besser zu schützen, solange technische Lösungen noch nicht völlig ausgereift und auch nicht serienmäßig erhältlich sind“, sagt Bürgermeister Stefan Köhler. Gemeinsam mit Frank Kahle, Amtsleiter der Städtischen Bauverwaltung, und Hansjörg Röpnack, der beim Stadtbauamt zuständig für den Radverkehr ist, gab er jetzt den Startschuss für die Aufkleber-Aktion, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Der tote Winkel ist der Bereich, in den Fahrer trotz Rück- und Seitenspiegel nur einen eingeschränkten Einblick haben. Fußgänger, Zweiradfahrer und kleine Fahrzeuge verschwinden aus dem Sichtfeld. Die Warnaufkleber, die von der AGFK-BW zur Verfügung gestellt wurden und die es nicht nur für Lastwagen und Kleintransporter, sondern auch für Busse gibt, sollen unmittelbar auf die Gefahr aufmerksam machen. „Wir freuen uns, wenn auch andere dem Beispiel folgen und bei der Aktion mitmachen“, so der Erste Bürgermeister. „Schon seit einigen Jahren haben wir an zahlreichen Kreuzungen sogenannte Trixi-Spiegel aufgehängt, die eine bessere Sicht auf den Bereich des toten Winkels ermöglichen sollen. Die Aufkleber passen da gut ins Konzept.“

Entwickelt wurden die Aufkleber von der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgänger-freundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) gemeinsam mit der Landesverkehrswacht (LVW BW). Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg fördert die Maßnahme.

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