Auf den „Liebestrank“ folgt „La Traviata“

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Das Musiktheater Friedrichshafen präsentiert sich alle zwei Jahre mit einem neuen Projekt – hier bei der diesjährigen Generalpro
Das Musiktheater Friedrichshafen präsentiert sich alle zwei Jahre mit einem neuen Projekt – hier bei der diesjährigen Generalprobe zu „Der Liebestrank“. (Foto: Hans-Willi Fentzl)
Leona Remler

Wenn Jung und Alt zusammenkommen, um gemeinsam zu musizieren, dann trifft sich das Musiktheater Friedrichshafen. Mehr als 70 Mitglieder gestalten in einem Turnus von zwei Jahren bekannte Opern, Musicals und Operetten. Kaum ist ihr letztes Stück „Der Liebestrank“ abgelaufen, beginnen schon die neuen Planungen für die nächsten zwei Jahre.

In ihrer Hauptversammlung am Freitag, 18. Oktober, kamen viele aktive Mitglieder im Hotel Waldhorn in Manzell zusammen, um sich über künftige Projekte und Planungen zu unterhalten. Michael Betz ist der Erste Vorsitzende und leitet mit Günther Reich die Geschicke des Vereins. Betz führte durch den Abend und präsentierte die Tagesordnungspunkte. Neben den Berichten des Schatzmeisters Andreas Hauke und der Kassenprüferin Elke Moll warfen die Beisitzenden einen Rückblick auf das vergangene Jahr und auf die „Liebestrank“-Produktion. Höhepunkt war wohl die Bekanntgabe der nächsten Produktion, die im März 2021 im Graf-Zeppelin-Haus stattfinden wird. „Nach der Produktion ist vor der Produktion“, sagte Michael Betz unter zustimmendem Nicken.

Er resümierte lächelnd, dass sich in diesem Jahr kein Mitglied abgemeldet habe, jedoch vier Neuzugänge begrüßt werden durften. Dass das gemeinsame Singen und Proben Spaß mache und zu einem tollen Endergebnis führe, berichtete Betz: „Bei den Aufführungen in diesem Jahr hat man die Freude spüren können, die wir transportieren konnten. Da organisiert man sowas gerne.“ Auch wenn der „Liebestrank“ nicht immer alle Stühle voll besetzen konnte und diese Tatsache in der Kasse des Vereins zu erkennen sei, denke niemand an Kürzungen im Engagement. Durch Privatspenden konnte das Minus ausgeglichen werden und so eine Grundlage für die nächste Produktion gelegt werden. Schatzmeister Hauke und Kassenprüferin Moll waren sehr zufrieden mit der Ausführung der Ämterverteilung und so wird mit altbekanntem Team in das nächste Jahr gestartet.

Bei der Verkündung des nächsten Projekts, war die Reaktion in den Reihen der Vereinsmitglieder nicht gerade überschwänglich: Es soll die italienische Oper „La Traviata“ von Verdi werden. Beisitzer Wendelin Weber begründete die getroffene Wahl mit dem Bekanntheitsgrad der Oper: „Auch in kleineren Häusern wird das gespielt und gekannt. Und wir lieben ja Herausforderungen.“ Im Vergleich zu der letzten Produktion werden dem Geld geschuldet weniger professionelle Solisten teilnehmen, dafür mehr kleinere Rollen verteilt. Der frühere Kassenwart Seiler machte sich mehr Gedanken: „Ich bin von der Wahl überrascht und hätte mir gerne ein paar Gedanken vor der Abstimmung gemacht.“ Dennoch wurde die Oper mehrheitlich abgesegnet.

Im Jahr 2020 werden die Vorbereitungen unmittelbar anlaufen. Darunter fällt der Bühnenbildentwurf, die Besetzung der Solisten und das Entwickeln neuer Werbemaßnahmen auch im Social-Media-Bereich.

Mit Annette Lubosch hat der Verein eine tolle Regisseurin gefunden, die nicht nur durch die Inszenierung des „Liebestranks“ geführt hat, sondern mit gleichem Team auch an die kommende Produktion herangeht.

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