Auf dem Weg zum „Singenden Krankenhaus“

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  Elke Wünnenberg (Vorsitzende des Vereins „Singende Krankenhäuser“, links) beim Workshop in der Psychiatrischen Tagesklinik.
Elke Wünnenberg (Vorsitzende des Vereins „Singende Krankenhäuser“, links) beim Workshop in der Psychiatrischen Tagesklinik. (Foto: Arcade Pauline 13)
Schwäbische Zeitung

Die „heilsame Kraft des Singens“ bewusst mehr in dem Gesundheitssystem nutzbar zu machen, hat sich der Verein „Singende Krankenhäuser“ zur Aufgabe gemacht. Die erste Vorsitzende des Vereins, Elke Wünnenberg, Psychologische Psychotherapeutin und Musikpädagogin, hat auf Einladung der Psychiatrischen Tagesklinik Friedrichshafen einen Workshop zum Thema „Singen als Lebenselexier und Gesundheitserreger“ gegeben.

Lieder, Töne, Melodien – sie erreichen die Menschen oft mehr als Worte, ist dem Pressetext zu entnehmen. Sie berühren und bewegen. Musik gehört zum Menschen. In allen Kulturen wird gesungen, in allen Kulturen spielen Rhythmen, Tänze und Lieder eine zentrale Rolle, wenn es gilt, Menschen in schweren Zeiten zu begleiten, ihnen zu helfen, Übergänge im Leben zu meistern, aber auch, ihnen ein Medium zu geben, ihre Freude auszudrücken, sie zu stärken, ihnen Mut zu machen. Elke Wünnenberg hat die 30 Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes „beseelt“ nach den zwei Tagen wieder in ihre jeweilige Wirkungswelt entlassen, wo sie die heilsame Kraft des Singens ihren jeweiligen Klienten zugutekommen lassen wollen.

Es ist – angesichts mancher schlimmer Beschämungssituation in der Schulzeit – oft gar nicht so einfach, Menschen dazu zu bringen, sich aufs Singen und Tönen einzulassen. Wenn es aber gelingt, kann man es kaum verhindern – so auch die neurophysiologische Forschung dazu – dass es „der Seele gut tut“. Das „Alarmsystem“, das in alten Hirnstrukturen lokalisiert ist und dessen Aktivierung nicht immer als solches bewusst sein muss, reagiert auf die Rhythmen und Töne mit dem Erleben von „Sicherheit“. Eben weil die Menschen sie „schon immer in sich haben“.

Insofern passte der Workshop exzellent zum therapeutischen Konzept der Tagesklinik, das versucht, die Menschen in ihren Sorgen, Ängsten und Nöten zu verstehen und ihnen Werkzeuge in die Hand zu geben, „da wieder raus zu kommen“. Musik und Singen helfen dabei. Manchmal sind sie gute Geländer auf diesem Weg, manchmal sogar der Weg selbst, heißt es abschließend in dem Pressetext.

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