Was macht einen guten Sportller, eine gute Sportlerin aus? Alexander Metz spricht mit den Kindern über Fairness, Disziplin und
Was macht einen guten Sportller, eine gute Sportlerin aus? Alexander Metz spricht mit den Kindern über Fairness, Disziplin und Teamgeist. (Foto: Vivien Götz)
Vivien Götz

Die Kinderstiftung Bodensee hat zusammen mit der Fußballfabrik am Donnerstag einen Multikulti-Fußballtag veranstaltet. Morgens Dribbeltraining, Spagetti mit Tomatensoße zum Mittag-essen und ein Abschlussturnier am Nachmittag: Die rund 30 teilnehmenden Kinder und Jugendlichen konnten auf dem Gelände des SC Friedrichshafen nicht nur ihren Bewegungsdrang ausleben und sich nebenbei kennenlernen, sondern auch noch etwas über Fußball lernen.

Die Fußballfabrik wurde 1997 vom ehemaligen Bundesligaspieler Ingo Anderbrügge gegründet und ist eine der größten mobilen Fußballschulen Deutschlands. Seit drei Jahren kooperiert sie mit der Kinderstiftung Bodensee, damit der Multikulti-Fußballtag in Friedrichshafen stattfinden kann. Alexander Metz ist in Süddeutschland für die Organisation der Fußballschule verantwortlich und leitete am Donnerstag das Training auf dem Gelände des SC Friedrichshafen. „Jungs, Mädels, ich wünsch euch einen guten Appetit“, sagte er im Kommandoton zu Beginn des Mittagessens. Ein bisschen wie ein General trat Metz auch nach dem Mittagessen auf, als er mit den Kindern über die Eigenschaften eines guten Spielers sprach. Bei 30 aufgedrehten Kindern, die am liebsten sofort wieder über den Platz gerannt wären, war die gutmütige Strenge des Trainers aber absolut angebracht. Teamgeist, Pünktlichkeit und Fairness – die Kinder hatten trotz ihres Bewegungsdrangs viele Ideen zum Thema Respekt im Sport.

Einige der Kinder waren schon in den Jahren zuvor beim Fußballtag dabei und spielen auch sonst in Vereinen. „Ich bin zum ersten Mal dabei“, sagt dagegen Dastan. Ihre Brüder hätten aber schon zweimal mitgemacht und sie diesmal mitgenommen, erzählt die Schülerin. „Wir haben Dribbeln geübt und dann Kinder gegen Erwachsene gespielt“, fasst Lawin den Vormittag zusammen. Zu Beginn des Trainings bekamen alle Kinder außerdem eine eigene Wasserflasche und ein Trikot der Fußballfabrik.

„Das Training mit den Kindern ist eine tolle Alternative zum normalen Traineralltag. Auch wenn nicht alle Kinder total fußballbegeistert sind, kommt man doch ins Gespräch und verbringt einfach eine entspannte Zeit mit einander“, sag Can Ünal von der Fußballfabrik. Er ist Teil des Trainerteams, das den Fußballtag mit der Kinderstiftung gestaltet hat. Außer Alexander Metz arbeiten alle anderen Trainer der Fußballfabrik eigentlich bei anderen Vereinen und leisten die Arbeit für die mobile Fußballschule nebenher. „Ich habe ein Trainerteam von ungefähr 15 Personen, damit kann ich die Trainingstermine hier im Süden eigentlich ganz gut abdecken“, sagt Metz.

Zum Multikulti-Fußballtag der Bodenseestiftung konnten Kinder angemeldet werden, die einen belastenden familiären oder sozialen Hintergrund haben. Die Kinderstiftung arbeitet hierfür mit verschiedenen sozialen Stellen zusammen, die die Familien direkt informieren. Die Teilnahme am Fußballtag ist kostenlos. Die Veranstaltung wurde aus Mitteln der Kinderstiftung Bodensee und Spenden der Bahn-Betriebskrankenkasse finanziert.

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