Asyl im Bodenseekreis: So viele Geflüchtete sind bisher freiwillig zurückgekehrt

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Menschen steigen in ein Flugzeug
Innerhalb des ersten Jahres haben 43 Menschen die Rückkehrberatung des Bodenseekreises aufgesucht – elf davon sind in ihr Heimatland zurückgekehrt. (Foto: dpa/Uwe Zucchi)

In Friedrichshafen müssen laut Stadtverwaltung noch knapp 80 Menschen bis Ende des Jahres in einer Anschlussunterkunft untergebracht werden. Zwischen Juli 2016 und April 2019 konnten laut Landratsamt mehr als 1000 geflüchtete Menschen in den Arbeitsmarkt integriert werden. Weit mehr als die Hälfte davon wurden in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse vermittelt. Seit Beginn der Flüchtlingsbewegung 2015 sind laut zuständigen Behörden 163 Asylsuchende im Bodenseekreis abgeschoben worden – ohne die Abschiebungen aus Überlingen, deren eigene Ausländerbehörde derzeit keine Angaben über die genau Abschiebungszahl machen kann. Wie viele Geflüchtete zusätzlich zu den Abschiebungen und den elf freiwilligen Heimkehrern die Region verlassen haben, lässt sich nicht sagen. Vom Landratsamt heißt es dazu: „Viele Migranten reisen aufgrund eines Arbeitsangebotes ins nahe Ausland oder in ein anderes Bundesland weiter. Gleichzeitig verlassen auch Menschen mit Fluchterfahrung und einem positiven Bleibestatus freiwillig den Landkreis.“ Demnach finde auch eine „große Abwanderung“ ohne Abschiebungen und Rückkehrprogramm statt. (smn)

Seit gut einem Jahr bietet der Bodenseekreis ein freiwilliges Rückkehrprogramm für Geflüchtete an. Die Reise- und Medizinkosten werden übernommen und es gibt Geld für den Neuanfang.

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In Friedrichshafen müssen laut Stadtverwaltung noch knapp 80 Menschen bis Ende des Jahres in einer Anschlussunterkunft untergebracht werden. Zwischen Juli 2016 und April 2019 konnten laut Landratsamt mehr als 1000 geflüchtete Menschen in den Arbeitsmarkt integriert werden. Weit mehr als die Hälfte davon wurden in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse vermittelt. Seit Beginn der Flüchtlingsbewegung 2015 sind laut zuständigen Behörden 163 Asylsuchende im Bodenseekreis abgeschoben worden – ohne die Abschiebungen aus Überlingen, deren eigene Ausländerbehörde derzeit keine Angaben über die genau Abschiebungszahl machen kann. Wie viele Geflüchtete zusätzlich zu den Abschiebungen und den elf freiwilligen Heimkehrern die Region verlassen haben, lässt sich nicht sagen. Vom Landratsamt heißt es dazu: „Viele Migranten reisen aufgrund eines Arbeitsangebotes ins nahe Ausland oder in ein anderes Bundesland weiter. Gleichzeitig verlassen auch Menschen mit Fluchterfahrung und einem positiven Bleibestatus freiwillig den Landkreis.“ Demnach finde auch eine „große Abwanderung“ ohne Abschiebungen und Rückkehrprogramm statt. (smn)

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