Arabische Köstlichkeiten, Fotokunst aus Syrien und Märchen für Kids

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Liebe und Freundschaft geht durch den Magen: Das typisch syrische Gericht, bestehend aus Reis und verschiedenem Gemüse, vonYaseh
Liebe und Freundschaft geht durch den Magen: Das typisch syrische Gericht, bestehend aus Reis und verschiedenem Gemüse, vonYaseh Fawaz (rechts) vom Syrischen Kulturverein findet reißenden Absatz. (Foto: mt)
Schwäbische Zeitung
Michael Tschek

Unter dem Titel „Gemeinschaft leben, Vielfalt feiern“ ist am Samstag das Quartiersommerfest im Innenhof der Paulinenstraße 33/35 in Friedrichshafen gefeiert worden. Für Unterhaltung bei Jung und Alt jeder Nationalität sorgte ein buntes Kinder- und Bühnenprogramm. Soziale Akteure wie Caritas Bodensee und die Bahnhofsmission waren genauso vertreten der Helferkreis St. Columban und der syrische Kulturverein.

„Wir hatten über die ganze Veranstaltung hinweg trotz der hochsommerlichen Temperaturen fortlaufend gute Besucherzahlen“, stellte Detlef Luf, Leiter der Bahnhofsmission Friedrichshafen und des Clubs International zufrieden fest. Zusammen mit Billy Contreras vom „Frühlingserwachen“ der Zeppelin-Universität, Anne-Marie Fricker vom Helferkreis St. Columban, Nicole Dodek, Freiwilligenkoordinatorin Fairkauf Friedrichshafen, Abdullah Sayed, Vorstand des syrischen Kulturvereins, Lea Kopittke von der Wohnraumoffensive „Herein“ und Marielle Veser, Sozialpädagogin der Caritas Bodensee, hatte er nach dem erfolgreichen Frühlingsfest wieder ein vielfältiges Programm zusammengestellt, um Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen zusammen zu bringen, sich, auch über die Sprachbarrieren hinweg zu unterhalten und Spaß miteinander zu haben.

Falafel zur Völkerverständigung

Spaß hatten dann auch alle gemeinsam ausreichend. Und weil Liebe und Freundschaft bekanntlich durch den Magen gehen, hatte der syrische Kulturverein köstliche arabische Spezialitäten wie Falafel, das sind frittierte Bällchen aus passierten Bohnen und Kichererbsen, Reis mit einer köstlichen Beigabe bestehend aus Erbsen, Karotten, Bohnen und Mais im Angebot, die Yaseh Fawaz den Besuchern anbot.

Samir Abduluk war auch gleich zum Essen von seinem Stand rübergekommen. Der Syrer lebt seit einem Jahr in Friedrichshafen. „Ich war Journalist beim MTV in Damaskus“, erzählte er im Gespräch mit der SZ. Aus dieser Zeit hatte er an seinem Stand wunderschöne selbstgeschossene Fotografien aus seiner damals noch nicht zerstörten Stadt ausgestellt.

Auch die Caritas zeigte sich: Zum Thema „Heimat“ konnten die Kinder am Stand von Magdalena Hriny ihre Eindrücke und Ideen dazu malen. Währenddessen begleitete die Sozialpädagogin der Caritas Bodensee, Marielle Veser, Eduard Hager ins Vorlesezelt, das in der Küche des „Clubs International“ aufgebaut worden war. Vorleser Hager hatte Grimms Märchen und Bibi Blocksberg im Angebot. Natürlich kam er den Wünschen der Kleinen nach und las aus beiden Schmökern vor.

„Wir haben heute schon zum supergünstigen, fairen Preis, ein Schlafzimmer an eine Familie verkauft“, berichtete Nicole Dodek vom Fairkauf Friedrichshafen. Das Angebot im Fairkauf ist riesig und sämtliche Gegenstände resultieren aus Spenden. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, sich im Laufe des Tages über diese Angebot zu informieren oder auch Schnäppchen auf dem „Caritas-Fairkauf-Flohmarkt“ zu ergattern.

Besonders die vielen Gespräche, das gemeinsame Essen, der Gedankenaustausch – auch über die Sprachbarrieren hinweg – bei Kaffee und Kuchen vom „Eine-Welt-Laden“ beziehungsweise des Helferkreises St. Columban, ließen den Tag so bedeutsam werden.

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