Anklage gegen Babybrei-Erpresser steht kurz bevor

Lesedauer: 3 Min
Auf einem Fahndungsfoto der Polizei aus einer Überwachungskamera in einer Filiale eines Handelskonzerns wird der mutmaßliche Le
Auf einem Fahndungsfoto der Polizei aus einer Überwachungskamera in einer Filiale eines Handelskonzerns wird der mutmaßliche Lebensmittelerpresser gezeigt. (Foto: Polizeipräsidium Konstanz)

Die Ermittlungen im Fall des Supermarkterpressers, der im September vergangenen Jahres fünf Gläser mit vergifteter Babynahrung in verschiedenen Einkaufsmärkten in Friedrichshafen platziert hat, sind mittlerweile abgeschlossen. Für die nächsten Tage hat die Staatsanwaltschaft Ravensburg eine Pressemitteilung mit Informationen zur Anklage angekündigt.

Der 54-jährige Mann, der sich voraussichtlich demnächst vor Gericht verantworten muss, hatte nach seiner Festnahme Ende September im Raum Tübingen zugegeben, den Giftstoff Ethylenglykol in Babynahrung gemischt und diese in verschiedenen Märkten in Friedrichshafen in Regale gestellt zu haben.

„Babybrei-Erpresser“: Ermittlungen kurz vor Abschluss
Der Mann, der im Spätsommer 2017 in einem Supermarkt in Friedrichshafen vergifteten Babybrei ausgelegt hatte, soll wegen eines versuchten Tötungsdelikts angeklagt werden. Zum Abschluss der Ermittlungen fehlen nur noch zwei Details.

Mit der Drohung, 20 weitere vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen, soll er versucht haben, von verschiedenen Handelsunternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag zu erpressen.

Chronische Geldnot

Nachdem die Polizei Bilder einer Überwachungskamera aus einem der betroffenen Märkte veröffentlicht hatte, war es der Kriminalpolizei aufgrund entsprechender Hinweise aus der Bevölkerung gelungen, den mutmaßlichen Erpresser zu ermitteln. Der Mann war seit den 1980er-Jahren bereits mehrfach straffällig geworden.

Hauptmotiv für seinen Erpressungsversuch dürfte chronische Geldnot gewesen sein.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen