Angriffsspiel der HSG Friedrichshafen-Fischbach soll noch variabler werden

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Ralf Nothelfer (graues T-Shirt) und seine Mannschaft schafften den direkten Wiederaufstieg in die Landesliga.
Ralf Nothelfer (graues T-Shirt) und seine Mannschaft schafften den direkten Wiederaufstieg in die Landesliga. (Foto: alho)
Schwäbische Zeitung

Die Bezirksliga-Handballer der HSG Friedrichshafen-Fischbach haben auch dank einer fulminanten Rückrunde den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga Württemberg eingetütet. Thomas Schlichte sprach mit Meistertrainer Rolf Nothelfer.

Herr Nothelfer, wie fällt Ihre Bilanz insgesamt aus?

Wenn einem der direkte Wiederaufstieg gelungen ist – und das drei Spieltage vor Saisonende – dann denke ich, kann man mit der Saisonbilanz eigentlich recht zufrieden sein.

Was ist denn aus Ihrer Sicht besonders gut gelaufen?

Besonders gut war die tolle Kameradschaft und der super Teamspirit sowie der absolute Wille, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Aber auch das Umfeld in der HSG FF hat zu unserem Erfolg beigetragen.

Und die Rückkehr von so mancher Stammkraft in die Mannschaft?

Natürlich hat auch dazu beigetragen, dass die verletzten Spieler wie Silas Witzemann und Jacob Schicketanz in der Rückrunde nach ihren langen Verletzungspausen ins Team zurückgekehrt sind. Zudem war es immens wichtig, dass Julian Fischinger nach einer Spielpause wieder zurückgekommen ist. Sie konnten mit ihrer kreativen und technischen Spielweise der Mannschaft neue Impulse geben.

Und was hat trotz der Meisterschaft vielleicht nicht ganz so gut geklappt?

Anfangs hatten wir noch einen viel zu kleinen Kader. Immer wieder fielen Spieler verletzungsbedingt länger aus und unser Abwehrchef Fabian Penzlin fehlte uns berufsbedingt für gleich fünf Spiele. Das hat uns doch bei dem einen und anderen Spiel geschwächt.

Was muss zur kommenden Spielzeit anders werden?

In der vergangenen Saison hatten wir mit Abstand die stärkste Defensive. Aus dieser stabilen Abwehr heraus konnten wir oft über Tempogegenstöße zu Torerfolgen kommen. Dies gilt es in der kommenden Landesligasaison weiter zu verbessern. Im taktischen Bereich müssen wir uns weiterentwickeln. Das Angriffsspiel sollte noch variabler und individueller werden, aber auch gewisse Automatismen müssen wir weiter vertiefen, denn diese sind entscheidende Faktoren, um erfolgreich zu spielen.

Wie wird es personell bei euch weitergehen?

Wir benötigen noch mindestens zwei oder drei zusätzliche Spieler. Klaus Schmidt wird in der kommenden Spielzeit aus beruflichen Gründen etwas kürzertreten und bei unseren Herren II spielen. Stefan Dohrn wechselt nach Wangen und Tim Nothelfer wird aufgrund eines Auslandssemesters erst ab Februar 2020 wieder zur Verfügung stehen. Jonas Arns, der an DHBW studiert, wird – ebenso wie Zdenko Bajic, den es berufsbedingt an den Bodensee gezogen hat – dazustoßen. Da wir keine Spieler bezahlen können, setzen wir auf unsere sehr gute Nachwuchsarbeit. Hier möchte ich natürlich den einen oder anderen an die erste Mannschaft heranführen. Außerdem sind wir nach wie vor auf der Suche nach dem einen oder anderen Spieler, der uns verstärken könnte.

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